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Frankfurt-Blog

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Frankfurt im Zeichen des Tieres: Das hat, entgegen der verbreiteten Phrase, nichts mit Teufelsanbetern oder Satanisten zu tun, zumindest nicht an dieser Stelle. Viel mehr haben sich in den letzten Tagen vermehrt Tierschützer und Aktivisten aufgerafft, um in der Mainmetropole auf Missstände aufmerksam zu machen.
 
Am Mittwoch schon hatten sich einige Menschen von Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) auf der Zeil versammelt, um auf das Leid von Hühnern in der Nahrungsindustrie hinzuweisen. Prominent platziert, auf dem Platz vor der MyZeil, haben sich die Aktivisten in Hühnerkostüme gezwängt und Plakate hoch gehalten, auf denen Slogans wie „Enge“, „Stress“ oder „Wir sind Abfallprodukte“ zu sehen waren. Um was es dabei geht, dürfte jedem halbwegs informierten Menschen klar sein: Für Hühnerbrust und -schenkel oder – gerade zu Ostern beliebt – das häufig verteufelte Hühnerei, wird das Federvieh allzu oft in vollkommen unwürdigen Zuständen gehalten. Dass die Käfighaltung vor einigen Jahren in Deutschland untersagt worden ist, ändert daran auch nicht allzu viel, leider.

 
Bilderstrecke Ostermarsch: Abschlusskundgebung in Frankfurt
Der Frankfurter Römer war am Ostermontag, 21. April, wieder das Ziel verschiedener Demonstrationszüge durch Frankfurt. Die Ostermarschierer erinnern an den Beginn des Ersten Weltkriegs. Unsere Bilderstrecke zeigt Impressionen der Veranstaltung. Fotos: KammererUnter dem Motto «Krieg löst keine Probleme. Die Waffen nieder - 2014 so aktuell wie 1914» demonstrierten......in Frankfurt rund 2500 Menschen. Es folgen weitere Bilder.


Am Samstag ging es dann von Federn zu Fell. Der Verein Soka Run hat auf dem Römer und in dessen Umfeld dafür geworben, dass die sogenannte Rasseliste Schwachsinn ist und es eher auf den Menschen und weniger auf den Hund ankommt. Stein des Anstoßes ist die bereits erwähnte Rasseliste, auf der all jene Hunde vertreten sind, von denen die Bürokraten oder auch die Statistiker davon ausgehen, dass sie potentiell gefährlich sind, so zum Beispiel diverse Pitbulls, Bulldogen und ähnliche Vierbeiner.
 
Nachdem ich die Tage wieder über den beinahe obligatorischen „Free Öcalan“ Tross gestolpert bin, sind mir die Kollegen der Tierbefreiungsfront ja schon viel eher sympathisch, wobei man die Argumente ja, bei aller Liebe, gegeneinander abwägen muss. Nicht jeder Terrier fällt einem gleich an den Hals, ich selbst bin mit Hunden aufgewachsen, aber natürlich werden hier Klischees nur allzu gerne erfüllt, im Hinblick auf den Halter. Und wenn ein verkorkstes Herrschen einen wildgeworden Rehpinscher nicht zügeln kann, ist das bei weitem nicht so folgenschwer, wie bei einem 60-Kilogramm-Pitbull.

Daher sind die Wesenstests, die mit der Rasseliste einhergehen, vielleicht nicht das schlechteste Mittel der Wahl und ich würde diese auch gerne auf den Mensch ausweiten, der so einen Hund sein eigen nennen möchte. So eine MPU für Hundehalter wäre doch super. Ich bin mir sicher, dass dann direkt mal fünfzig Prozent weniger Wahnsinnige unterwegs wären, die ihren Vierbeiner als Kompensation für mangelndes Selbstvertrauen haben.

Bilderstrecke Ostereier-Suche in Zoo und Palmengarten
An einem sonnigen Ostermontag durchforsten Justin (3) und Zoe (4) das Gelände des Palmengartens auf der Suche nach: Ostereiern!

<br><br>Fotos: ChristesIm Palmengarten und auch im Frankfurter Zoo schuften emsige Eier-SucherInnen......mit Erfolg!
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