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Sommer-Soundtrack

Von Auch Musik ist ja Poesie. Diese hier klingt wie Cat Stevens auf LSD.
Diese Musik ist perfekt für heiße Sommertage, findet FNP-Kulturblogger Christian Preußer. (Symbolbild: dpa) Diese Musik ist perfekt für heiße Sommertage, findet FNP-Kulturblogger Christian Preußer. (Symbolbild: dpa)
Heute also mal Musik, weil Musik ja auch Poesie ist. Und erst recht die traurig-schönen Klänge der kalifornischen Band Milo Greene. Diese Musik ist so unfassbar schön, dass man darüber ganz traurig wird, wenn das singende Quintett über „Wooden antlers“ oder den „Autumn tree“ singt.

Sie machen das mit ein paar Folk-Versatzstücken, die an Simon & Garfunkel erinnern, sie bedienen sich an der Melodie-Akrobatik von Nick Drake und klingen auch ein bisschen wie Cat Stevens auf LSD. Die Band Milo Greene nennt das leise Spektakel, das sie auf ihrem Debüt-Album abfeiert, „Cinematic-Pop“ und haben damit ja auch recht: Es sind große Bilder, schöne Bilder, die sie da auffahren, auf ihrer knapp 40-minütigen Reise durch den Naturalismus, durch eine Sommerlandschaft, durch ihre Bart-Strähnen.

Besonders das fiebrige „1957“ sticht da heraus, mit seinem flirrenden Refrain, seiner himmlischen Strophe. „Your house that sits behind me is covered in ivy green” singt das Quartett da in ausgeklügeltem Gleichklang zu zurückgelehntem Schlagzeugbeat und man möchte gerne dort hinreisen, zu diesem Haus inmitten des wuchernden Efeus. Auch toll: Die Eröffnung „What‘s the matter“, in dem die Band die Weichen für ihr fluoreszierendes Kunstwerk legt. Die Gitarren klingen nach weiter Wüstenlandschaft, der Beat nach Surfers-Paradies.

Kein besseres Album für diesen Sommer, kein besserer Soundtrack zum Autofahren mit offenem Verdeck: Das Album „Milo Greene“ von Milo Greene. Es wurde im März bei Warner veröffentlicht, entdeckt wird es jetzt, wenn die Sonne hoch am Himmel steht.


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