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Kulturaktivist

Von Auf der Liste der besten Bücher fehlt in diesem Jahr etwas Entscheidendes!
Die Bücher «Robinsons blaues Haus» von Ernst Augustin, «Sand» von Wolfgang Herrndorf, «Landgericht» von Ursula Krechel, «Indigo» von Clemens J. Setz, «Fliehkräfte» von Stephan Thome und «Nichts Weißes» von Ulf Erdmann Ziegler waren auf der Shortlist 2012 vertreten. (Foto: dpa) Die Bücher «Robinsons blaues Haus» von Ernst Augustin, «Sand» von Wolfgang Herrndorf, «Landgericht» von Ursula Krechel, «Indigo» von Clemens J. Setz, «Fliehkräfte» von Stephan Thome und «Nichts Weißes» von Ulf Erdmann Ziegler waren auf der Shortlist 2012 vertreten. (Foto: dpa)

Die Liste ist da. Und was für eine! Jedes Jahr, etwa acht Wochen vor der Buchmesse, da veröffentlicht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels die „Longlist“. Darauf finden sich die 20 besten, lesenswertesten, welthaltigsten, grandiosesten Bücher des Jahres, zumindest wenn es nach der namhaften Jury geht. In diesem Jahr haben es Schriftsteller-Schwergewichte wie etwa Daniel Kehlmann, Reinhard Jirgl, Uwe Timm oder Clemens Meyer mit ihren aktuellen Werken auf die Liste geschafft. Nachvollziehen kann man das bisher nicht unbedingt – weil viele dieser Werke noch nicht veröffentlicht wurden.

Den Buchpreis, der wohl öffentlichkeitsträchtigste Literaturpreis dieses Landes, kann man voreilig schnell auf ein Schema herunter brechen:  In den letzten Jahren schien offensichtlich, dass wer zum Preisträger taugen will, einen zeitgeschichtlichen Roman über das Deutschland der Nachkriegszeit schreiben sollte. So wie im letzten Jahr etwa Preisträgerin Ursula Krechel mit ihrem Roman „Landgericht“, oder im Jahr zuvor Eugen Ruge mit seinem DDR-Epos „In Zeiten des abnehmenden Lichts“.

In diesem Jahr fehlt das Offensichtliche. Und ist gut und frisch und belebt den Preis. Erst recht, wenn man den grandiosen Debüt-Roman „Frühling der Barbaren“ des Schweizer Schriftstellers Jonas Lüscher auf der Liste ausmacht. Es scheint ein kleines Wunder, dass diese leichtfüßige Satire den Sprung auf die Longlist geschafft hat. Schade dennoch: Roman Ehrlichs furioser Erstling „Das kalte Jahr“ hätte ebenso eine Nominierung verdient. Am Ende bleibt doch alles subjektiv – am 11. September weiß man mehr. Dann wird die Shortlist in Frankfurt bekanntgegeben. Eine spannende  Angelegenheit.

Und hier noch die Liste:

• Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co., August 2013)

• Ralph Dutli: Soutines letzte Fahrt (Wallstein, März 2013)

• Thomas Glavinic: Das größere Wunder (Hanser, August 2013)

• Norbert Gstrein: Eine Ahnung vom Anfang (Hanser, Mai 2013)

• Reinhard Jirgl: Nichts von euch auf Erden (Hanser, Februar 2013)

• Daniel Kehlmann: F (Rowohlt, September 2013)

• Judith Kuckart: Wünsche (DuMont, März 2013)

• Olaf Kühl: Der wahre Sohn (Rowohlt.Berlin, September 2013)

• Dagmar Leupold: Unter der Hand (Jung und Jung, Juli 2013)

• Jonas Lüscher: Frühling der Barbaren (C. H. Beck, Januar 2013)

• Clemens Meyer: Im Stein (S. Fischer, August 2013)

• Joachim Meyerhoff: Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2013)

• Terézia Mora: Das Ungeheuer (Luchterhand, September 2013)

• Marion Poschmann: Die Sonnenposition (Suhrkamp, August 2013)

• Thomas Stangl: Regeln des Tanzes (Droschl, September 2013)

• Jens Steiner: Carambole (Dörlemann, August 2013)

• Uwe Timm: Vogelweide (Kiepenheuer & Witsch, August 2013)

• Nellja Veremej: Berlin liegt im Osten (Jung und Jung, Februar 2013)

• Urs Widmer: Reise an den Rand des Universums (Diogenes, August 2013)

• Monika Zeiner: Die Ordnung der Sterne über Como (Blumenbar, März 2013)
 
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