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Kulturaktivist

Von Diesmal: Elton John altert in Würde. Sein 30. Studioalbum erzählt vom Suchen.
Elton John, hier beim Vina del Mar Musikfestival in Chile im Februar 2013, altert in Würde, sagt unser Kulturaktivist Christian Preußer. (Foto: dpa) Elton John, hier beim Vina del Mar Musikfestival in Chile im Februar 2013, altert in Würde, sagt unser Kulturaktivist Christian Preußer. (Foto: dpa)
Da singt er wieder, der Brillen-Gott, das Kostüm-Ungeheuer, der Mann mit der goldenen Stimme. Elton John meldet sich dieser Tage mit seinem 30. Studioalbum zurück und will noch mal von vorne anfangen. So hat es zumindest Produzenten-Legende T-Bone Burnett ausgerufen, der auf dem zurückgelehnten Album „The diving board“ mit Sir Elton gemeinsame Sache macht. Piano, Schlagzeug, Bass – das soll reichen.

Und das soll so klingen wie früher, als Elton John die Jahrhundertalben "Tumbleweed Connection", "Honky Château" oder "Goodbye Yellow Brick Road" veröffentlichte. Und tatsächlich klingt das neue Album vom Rocket Man ziemlich ursprünglich. Vom Kitsch, vom Bombast und dem ganzen anderen Quatsch ist hier nicht mehr viel zu hören, viel eher steht Elton Johns Stimme im Vordergrund.

Da ist er wieder, der Storyteller, der von den Herausforderungen des Lebens erzählt, vom Scheitern und vom Suchen der Liebe. Songs wie die unüberwindbare Piano-Nummer „Oceans away“ und die Voodoo-Beschwörung „Oscar Wild gets out“ funktionieren hervorragend und machen aus Elton John nun das, was Leonard Cohen oder Neil Young schon vor vielen Jahren hinbekommen haben: einen in Würde gealterten Popstar, dem kaum ein klassischer Songwriter nachfolgender Generationen das Wasser reichen kann. Zum großen Höhepunkt dieses rund 60-minütigen, kurzweiligen Rutsches mausert sich der abschließende Titeltrack: eine Höllenfahrt durchs Seelenleben. Welcome back, Elton John!

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