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Kulturaktivist

Von Diesmal: Die Songs der Indie-Rockband Half Moon Run flirren und hypnotisieren.
Die kanadische Indie-Rock-Band Half Moon Run ist frisch und rau, findet unser Kulturblogger. (Screenshot von www.halfmoonrun.com: Zegelman) Die kanadische Indie-Rock-Band Half Moon Run ist frisch und rau, findet unser Kulturblogger. (Screenshot von www.halfmoonrun.com: Zegelman)
Und weil ich gerade aus dem Urlaub komme, mit leichtem Sonnenbrand und guter Laune, da dachte ich: Lieber nicht über den neuen Kehlmann-Roman schreiben, den ich in der vergangenen Woche gelesen habe. Der ist perfekt, glatt, sauber konstruiert, realistisch, unaufgeregt, witzig und deswegen: langweilig. Lieber über das Album der kanadischen Indie-Rockband Half Moon Run schreiben, die im CD-Spieler unseres Mietwagens auf Dauerrotation gelaufen sind, während die Arme aus dem Fenster baumelten.

Und das aus gutem Grund, denn die elf Songs des Debüt-Albums des Quartetts sind so frisch und rau und haben so viel Druck, dass es einem das Salzwasser aus den Ohren bläst. Die Songs erinnern mal an die gitarrenlastigen Radiohead, an die flirrenden Songs von Wilco und an die Hymnenhaftigkeit der Kings Of Leon. Die Eröffnung „Full Circle“ braucht keine 30 Sekunden, bis man in dieser hypnotischen Schwerelosigkeit gefangen ist, die das Album „Dark Eyes“ auf seinen rund 40 Minuten stets aufrecht hält.

Und man braucht auch gar nicht lange drum rum zu reden: „Call Me in the Afternoon“, „No More Losing the War“, „She Wants to Know“, „Need It“, “Judgement”, “Drug you” und “Nerve” – alles Hits. Hier passt alles, das ist sauber konstruiert, aufregend und deswegen nicht langweilig. In Deutschland im Juli veröffentlicht, ist das jetzt schon der große Kandidat fürs Album des Jahres. Ein starker Kontrast zum streberhaften Roman „F“ von Daniel Kehlmann.

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