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Kulturaktivist

Von Diesmal: Wie ich auf der Buchmesse von Boris Becker angerempelt wurde.
Boris Becker, Tennis- und Medienstar, hat auf der Buchmesse unseren Blogger angerempelt. (Foto: dpa) Boris Becker, Tennis- und Medienstar, hat auf der Buchmesse unseren Blogger angerempelt. (Foto: dpa)
Die Vorzeichen standen schlecht, am Mittwochmorgen, als wir die S-Bahn verließen, um unsere Buchmesse-Tickets zu zücken: Eine Armada hektischer Trolli-Roller rollte mit Anzügen und Gelfrisur auf die schmalen Rolltreppen zu und setzte die Rolltreppenlogistik am S-Bahnhof der Messe sogleich außer Kraft. Das anreisende Fachpublikum nahm es nicht mit Humor und pöbelte auf Fußballstadionniveau vor den heiligen Messehallen herum.

Noch kein Schritt war getan, da war die Stimmung der belesenen Bücherfreunde am Siedepunkt. Wir blieben gelassen, schlürften unseren Kaffee-To-Go und nahmen die Treppe. Die Runde war klar: Beim Hanser-Stand verabschiedeten wir uns von Verleger-Held Michael Krüger, riefen ihm „Danke für alles!“ zu und schnappten uns ein Weißweinglas – ohne Wasser. Schwerer Fehler. Schon am ersten Abend dröhnte der Kopf, doch lag das vielleicht an der schwachbrüstigen Aufbauliteratur, am Esoterik-Gewäsch und den vielen Suppenköche die in den engen Gängen brodelten.

Schutz bot da nur das Versteck am herrlichen liebeskind-Verlag. Wie jedes Jahr. Dort beobachteten wir: Der informierte Buchmessebesucher von heute trägt gelbe Langenscheidt-Tragetasche und schleppt Kataloge durch die Gänge. Damit wollten wir nichts zu tun haben und suchten Clemens Meyer. Notwendig war das natürlich nicht: Schließlich las der Hallenser an jeder Ecke aus seinem neuen Buch vor. Uns gefiel das, der Buchpreisjury auch. Wenn auch nicht ganz so gut wie das Road-Movie-Tagebuch-Noir-Selbstfindungs-Werk von Terézia Mora, der man ebenso an jeder Ecke über den Weg lief. War uns lieber, als der kurze Rempler von Boris Becker, dem Leibhaftigen.

Der rückte uns am Donnerstag auf die Pelle und wir stellten fest: rote Haare, rotes Gesicht. Schnell weg! Um die Ecke! Huch – Daniela Katzenberger? Och nö! Durchhalten bis zum nächsten Jahr.

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