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Chef des Äppelwoi-Theaters: Äppelwois Ansichten

Von Wenn der Balkon zum Kriegsgebiet wird: Wozu boshafte Nachbarn fähig sind, können Sie hier live erleben...

Wenn der böse Nachbar wacht…  Neue Show im Homburger Äppelwoi-Theater.

Mit den Nachbarn kann man Glück haben oder eben auch nicht; das weiß und kennt jeder. Aber bei uns im Äppelwoi-Theater soll es jetzt mal eine Extremform der nachbarlichen Auseinandersetzung geben. Zwei Stunden lang pure Lust an der blanken Bosheit.

Der Satz reicht, um das Stück „Krieg der Geranien” zu beschreiben. Zwei Ehepaare im beschaulichen „Ober-Erlenbach“ machen sich auf ihren nebeneinander liegenden Balkonen das Leben gegenseitig zur Hölle. Und für den Zuschauer versprechen wir Äppelwoi-Künstler den siebten Himmel, nämlich Lachen pur.

Maggi und Mirco, ein junges unverheiratetes Paar, zieht in eine Wohnung im alteingesessenen Ortskern. Die Nachbarn sind Erna und Willi, die da schon seit 30 Jahren wohnen und ihr Revier voll im Griff haben. Da überwacht Erna schon mal gerne die Hausordnung, und Willi schreibt jedes Auto auf, das auch nur drei Zentimeter über die Parkplatzmarkierung hinaus ragt.

Klar, dass die beiden mit dem jungen unverheirateten Paar nicht so ganz klar kommen. Brüllend komisch, obwohl alles eigentlich bitterböse ist. Und mitreißend, weil es mitten aus dem Leben ist. Selbst ein wasserdichter Vibrator vermag die vertrocknete Erna nur kurz zu beglücken. Natürlich im Geheimen – was sonst. Jede noch so widerliche Unterstellung, die die Zimmermanns den neuen Nachbarn vorwerfen, toppen sie selbst – der scheinbar so rechtschaffene Willi holte sich als früherer Ordnungsamtsmitarbeiter einen Tripper, vermutet aber, dass Maggi einen Puff in der Wohnung aufmachen will, nur weil sie mit Sexspielzeug und Dessous handelt. Mirko wird als verkappter Schwuler gebrandmarkt – selbstverständlich nicht ohne die Sorge vor „schlimmen Krankheiten” zu thematisieren. Erna gibt die aufrechte zweifache Mutter, doch ihre Kinder haben längst das Weite gesucht, um der kaltherzigen Schranze zu entfliehen.

Maggi ist Vegetarierin – vollständig im Kontrast zur Innereien kochenden Erna. Hier die feine Spitze, dort der geschmacklose Woolworth-Badeanzug. Mirko in Boxershorts gegen einen Hosenträger-Schmerbauch, der in seiner kleinen Denunziationsbibel alles notiert, womit er anderen Menschen via Anzeige das Leben zur Hölle machen kann.

Die Nachbarschafts-Show im Äppelwoi-Theater orientiert sich ein bisschen an dem alten Udo-Jürgens-Titel „Das ehrenwerte Haus“. Natürlich werden dieser Song und andere dann auch gesungen. Der Nachbarschaftsulk „Krieg der Geranien“ präsentiert als „Erna“ und „Willi“ Susanne Fey und mich. Die jungen Leute Maggi und Mirco spielen Sabrina Wilstermann und Chris Visone.

Nur sechs Mal, nämlich vom 14. Mai bis zum 25. Juni jeweils samstags wird im Äppelwoi-Theater hessisch gesungen und gestritten. Alle Veranstaltungen sind im „Deutschen Äppelwoi-Theater“ im Bad Homburger Kurhaus im ehemaligen Kino im Schwedenpad. Karten zu € 22,50 sind ab sofort für alle Termine erhältlich bei Tourist Info & Service im Kurhaus, Louisenstr. 58, 61348 Bad Homburg. Telefonische Vorbestellungen sind möglich unter Tel. (06172) 178 3710 oder
178 3712. Bei Angabe der Kreditkarte werden die Ticktes auch zugesandt.

Karten gibt's auch am jeweiligen Spieltag 90 Minuten vor Showbeginn an der Abendkasse, die telefonisch unter (06172) 690 407 zu erreichen ist. Nähere Informationen – auch über Spielplan und Termine – ab sofort im Internet unter www.deutsches-aeppelwoi-theater-bad-homburg.de

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