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Chef des Äppelwoi-Theaters: Äppelwois Ansichten

Von Alter schützt vor Sex nicht. Wir Älteren haben laut Studie sogar mehr als viele Junge. Da macht's auch nichts, wenn eine Kleinigkeit nicht mehr klappt...

Ich bin voll im Trend…  Ja, altersmäßig sogar geradezu top! Denn der Anteil der Menschen über 50, die sich noch einmal verlieben, steigt! Denn auch im Alter spielt die Liebe eine immer größere Rolle, sagt jedenfalls Sascha Tegtmeier, Pressesprecher der Initiative „7Jahre länger“ der deutschen Versicherer.

Und er hat dazu jede Menge Belege, die auch mich überzeugen. Und ich bin 62 und erfülle alle Anforderungen geradezu vorbildlich. Gut, eine Kleinigkeit klappt nicht mehr, aber dazu später mehr. Die Initiative weist darauf hin, dass Menschen nicht nur immer älter werden, sondern auch länger fit bleiben.

Und dazu gehört natürlich auch die Liebe; sie sei sozusagen ein Lebensmotor. Das stimmt; hat doch meine Schwester gerade einen 76-jährigen netten Fritz geheiratet. Grüsse an Dich, Fritz! Und damit erfüllst Du – wie ich auch – die Zahlen des Statistischen Bundesamtes sowie eine Studie der Versicherer zum Thema „Sex im Alter“.

Danach haben ältere Pärchen sogar mehr Sex als junge Singles. Ja, hurra! Und heute wird bereits jede Siebte Ehe in der Altersgruppe zwischen 50 und 75 geschlossen; im Jahr 2005 war es erst jede zehnte. Tja, wir wollen eben unser Leben auch im Alter genießen. Und eine weitere Studie hat ergeben, dass das ganz besonders auf das Küssen zutrifft. Der Kuss ist unser Lebenselexier. Sowohl bei Männern als auch Frauen verlängert jeder Kuss das Leben ein bisschen, sagt die Studie. Glückshormone wie Serotonin, Adrenalin und Endorphine sorgen für positiven Stress.

Gut, eigentlich habe ich beim Küssen keinen Stress, aber wenn's mir gut tut, akzeptiere ich auch den Stress. Außerdem steige bei älteren Frauen die Lebenserwartung mit einer erfüllten Sexualität – sie senke das Risiko für Herzerkrankungen. Leider sagt die Studie nicht wirklich was über die positive Sex-Resonanz bei Männern; muss ich mir da jetzt Sorgen machen, oder darf ich weiter zur Sache gehen? – Untersucht das doch noch mal genauer!

In den letzten 20 Jahren hat sich das Altern extrem verändert, behauptet die Studie. Mit über 50 gehöre man heute nicht mehr zum alten Eisen, immer mehr Menschen orientierten sich in dieser Lebensphase beruflich noch mal neu. Na hoppla, aber nicht nur beruflich! Auch privat kann sich einiges ändern.

Ich habe meine derzeitige Frau vor zwei Jahren kennen gelernt – sie ist übrigens 35 und ich 62. Klappt aber so gut, dass wir uns nie mehr was anderes vorstellen können. Und wir haben uns „Live“ zufällig getroffen und brauchten noch nicht mal ein Internet-Dating. Einfach so über den Weg gelaufen! Und da sind wir jetzt nicht Studien-typisch. Denn 2014 hatte schon jeder siebte 50- bis 64-Jährige Erfahrungen mit Online-Dating. Gut, das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass meine Frau noch nicht in dieses Altersraster passt.

Aber der Rest der Studie stimmt wieder: Angeblich geht die Glückskurve ab 60 Jahren sogar wieder hoch, weil die Menschen dann gelassener seien. Nur eine Sache klappt bei mir halt nicht mehr: Ich habe keine Haare mehr auf dem Kopf. Und ich werde sie auch nie mehr kriegen. Denn die gesetzlichen Krankenkassen zahlen haarlosen Männern keine Perücken!

Das hat das Bundessozialgericht in Kassel jüngst so entschieden. Haarverlust sei bei Männern üblich, so das Gericht. Ausnahmen könne es nur bei Kindern und ganz jungen Männern bis etwa 30 Jahren geben, denen krankheitsbedingt auch Brauen, Wimpern und der Bartwuchs fehlten ( Az: B 3 KR 3/14 R ). So, und jetzt gehe ich mir den Kopf rasieren, damit das auch alles schön glatt bleibt.

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