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Chef des Äppelwoi-Theaters: Äppelwois Ansichten

Von Schlaflos in Deutschland: Laut Studie quält sich jeder Zehnte durch die Nacht. Ich hätte da ein Rezept...

Am Ostersonntag waren wir zum Brunch eingeladen. Bei Dora und ihrer Familie. Das ist die bedeutendste Apothekerin hier bei uns in Paphos/Zypern. Und die liebe Dora hat mit ihrer Einladung ganz unbewusst eine Studie der DAK ( Deutsche Angestellten-Krankenkasse ) widerlegt. Ja, wirklich! Mit einer Brunch-Einladung!
 
Hier zunächst mal die Studie: Seit 2010 sind die Schlafstörungen bei deutschen Berufstätigen zwischen 35 und 65 Jahren um 66 Prozent angestiegen. Das jedenfalls geht aus dem Gesundheitsreport 2017 „Deutschland schläft schlecht – ein unterschätztes Problem“ hervor, den die Krankenkasse DAK kürzlich vorstellte. Unter der besonders schweren Schlafstörung Insomnie mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung leide jeder zehnte Arbeitnehmer (9,4 % ). Frauen sind mit elf Prozent etwas häufiger davon betroffen als Männer mit 8 Prozent. Etwa 80 Prozent haben „Schlafprobleme“. Fast die Hälfte sei bei der Arbeit müde.

Gut, jetzt waren wir beim Brunch und nicht bei der Arbeit. Es sei denn, man unterstellt mal, dass heftiges Essen auch eine kräftezehrende Tätigkeit ist. Und dann haben wir heftig gearbeitet. Nach Souvla (verschiedenes Fleisch von Drehspieß), gefühlten tausend Salaten und Beilagen, hundert Kuchen und Süßspeisen haben wir – bei Dora in der Wohnung – GESCHLAFEN! Die deutschen Gäste übrigens ganz besonders tief. Auf allen erreichbaren Sofas und Sesseln. Und geschnarcht haben wir auch. Alle zusammen; der Vater der Gastgeberin übrigens draußen auf dem Rasen. Ohne Hemmungen voreinander und ohne Schlafstörungen. Der eine auf dem Rücken, die andere auf dem Bauch, weitere im Sessel oder vornüber gesackt mit dem Gesicht auf dem Tisch. Wir waren nämlich einfach alle entspannt. Und das ist laut Studie für die Deutschen gar nicht so leicht.

Ein Frankfurter Schlafforscher meint nämlich: „Eine Schlafstörung liegt dann vor, wenn der Betroffene mit seinem Schlaf nicht zufrieden ist und einen Leidensdruck verspürt.“ – Gut wir hatten wohl eher Magendrücken als Leidensdruck.
Und wir hatten keine Smartphones dabei, und es hat auch nicht geklingelt oder gepiepst. Denn dazu hat der Schlafforscher eine dezidierte Meinung: „In den USA gibt es heute schon eine schlaflose Gesellschaft. Weil die Menschen zu viel arbeiten, abends nicht abschalten und ihr Smartphone nutzen. Bei uns in Deutschland geht es jetzt aber leider auch schon in die Richtung, dass man immer allzeit bereit ist und deswegen schlafloser.“
 
Wir waren dann nach dem Tisch-Nickerchen allzeit bereit für 'ne gute Tasse Kaffee. Und der „Brunch“ hat sich bis 17.30 Uhr gezogen. Mit entspannten Gesprächen und viel Spaß. Also, Ihr deutschen Nichtschläfer, wenn's mal wieder gar nicht geht: Ab zu Dora! In die diesjährige Kulturhauptstadt Europas – Paphos auf Zypern. Ihr müsstet nur Eure Handys zu Hause lassen! Ach, Ihr könnt nicht ohne? Na, dann bleibt halt weg!
 

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