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Chef des Äppelwoi-Theaters: Äppelwois Ansichten

Von Fluch und Geldsegen: Warum der hessische Zorngickel billiger davon kommt als der gemeine Brite.

Schimpfen uff Hessisch

Na, endlich greift mal jemand durch! Die englische Stadt Rochdale plant, das öffentliche Fluchen unter Strafe zu stellen. 100 Pfund soll einer oder eine bezahlen, wenn er oder sie in der Öffentlichkeit „Scheiße“ sagt. Der Stadtrat will durch das Schimpf-Verbot anti-soziales Verhalten unterbinden.

Eine gute Idee; man stelle sich nur mal vor, wenn das auch hier bei uns in Hessen gelten würde: So manche „Knodderbichs“ wäre da aufgeschmissen, wenn er den nächsten „Sauwatz“ als „Stoffel“ titulieren würde.

Aber die Engländer sind uns da ohnehin weit voraus. Großbritannien hat bereits zwei weitere Gemeinden mit einem ähnlichen offiziellem Fluchverbot! Neben der mittelenglischen Stadt Kettering ist das Salford Quays, das ebenfalls nahe Manchester liegt. Dort haben Witzbolde aus Protest den Bann eine Stufe weiter gedreht und eine Fluch-Bank gestaltet. Sie brachten an einer öffentlichen Parkbank eine Goldplakette an, in die eine von ihnen erfundene Preisliste eingraviert ist. „Trottel“ ist demnach mit 75 Pennies günstig, „fuck“ und alle möglichen Versionen davon dagegen teurer, nämlich zwei Pfund.

Nun ist nicht überliefert, wie häufig bereits in der Realität Strafen ausgestellt wurden. Aber die Vorstellung hat ja einen gewissen Charme, sich nach einem harten Tag bei der Arbeit, einem Streit mit dem Partner oder nach Erhalt eines Strafzettels kurz auf die Fluch-Bank zu setzen und ein bisschen vor sich hin zu schimpfen.

Eine nette Idee, in diesem Zusammenhang mal auf andere skurrile Verbote zu schauen und den jeweiligen passenden Hessen-Ausdruck zu zuordnen.

In England ist es Frauen untersagt, im öffentlichen Verkehrsmitteln Schokolade zu essen. Hierzulande wäre das dann ein „Hannebambel“ oder eine „Hannebambelin“.

Aus Respekt vor der Queen ist es für die Briten unzulässig, eine Briefmarke mit ihrem Konterfei verkehrt herum auf Postsendungen zu kleben. Der hessische „Ludscher“ hätte damit wohl keine Probleme.

In Frankreich ist es nicht gestattet, Abschiedsküsse am Bahnsteig auszutauschen; Grund dafür: Verzögerungen im Fahrplan. Na klar, der „Labbeduddel“ hat die Zunge im anderen Mund und animiert im Zweifelsfall auch noch die „Spitzkligger“ des Gegenübers.

In Israel dürfen Bären nicht mit an den Strand genommen werden, und das Baden im Mittelmeer ist den Tieren untersagt. Ei ja, wenn so'n „aale Simbel“ sein „Zorngickel“ öffentlich ausführt, will des net jeder „Dabbes“ seh'n.

In Alabama (USA) ist sonntags das Domino spielen verboten. Na klar, wenn so'n „Krischer“ zu laut wird, ist die Ruhe dahin.

In Illinois darf nicht im Pyjama geangelt werden. Gut so, den „Derabbel“ will ja auch keiner sehen.

In Indiana ist es verboten, sich bis vier Stunden nach dem Knoblauch-Verzehr in Theatern, Kinos oder öffentlichen Verkehrsmitteln aufzuhalten. Natürlich, wenn so ein „Knäulkopp“ nach „Unflat“ stinkt, wird auch der letzte „Schlumbel“ verrückt.

In Singapur und Hongkong wird die Verschmutzung von Straßen etwa durch Spucken oder das Wegwerfen von Kaugummis hart geahndet. In Singapur ist bereits die Einfuhr von Kaugummi verboten. Da hätte der Hesse jetzt keine Probleme; dann nimmt er einfach soi „Dreckschipp“ und leert die in de „Dreckdippe“. Geht doch!

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