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Frankfurt-Kennerin: Prinzessin vom Main

Von Die Freiheit darf man uns nicht nehmen. Für den Müll muss man sich schämen. Ein Plädoyer gegen das öffentliche Trinkverbot.
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Ich glaube da oben hängt das Ding und leuchtet,
so manche Kehle wird befeuchtet.
Vorm Nachtlokal liegt auf der Gasse
Ein Sauftourist, ich kann`s kaum fasse!

Wo sind denn nur seine Kumpanen
Mit den übelriechenden Superfahnen?
Bald gibt es, hier schock schwere Not,
Allüberall im Viertel Alkoholverbot.

Nie wieder Vollmondsauferei
Nie wieder Vollsuffrauferei
Frankfurt wird jetzt ausgenüchtert
Der letzte Säufer eingeschüchtert.

Hinter fest geschlossenen Türen
Kriechen sie auf allen Vieren
oder lehnen kontrolliert an den Tapeten,
egal ob Schwule oder Heten.

Die Zeil ist leer, der Bahnhof wie geleckt
Wie gut hat einst hier Bier geschmeckt.
Das neue Klo steht halbverrostet,
weil's pinkeln ja hier Euros kostet.

Die Tauben picken letzte Reste
Von Orgien der illustren Gäste,
sie singen dann mit trüben Noten
von Frankfurt und seinen Verboten.

Muss man denn gleich alles übertreiben?
Benehmt euch einfach ein bisschen, dann kann ein Teil so bleiben!
Die Freiheit darf man uns nicht nehmen,
doch für all den Müll muss man sich schämen.

Zerkratzt nicht Bänke, sie stehen dort zur Rast,
bepöbelt nicht den andren, nur weil er grad nicht passt.
Hebt Euer Glas nicht zornig, sondern feiert einfach den Tag
Nur so wird es wieder das Frankfurt, unser Frankfurt, wie es jeder mag!
 

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