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Frankfurter Bub

Von Schock für de Freibiergesichter: Beim Neujahrsempfang gab's nur Brezeln.
Beim Neujahrsempfang der Stadt gab's schmale Küche. Recht so, findet Bäppi LaBelle. (Symbolbild: Archiv) Beim Neujahrsempfang der Stadt gab's schmale Küche. Recht so, findet Bäppi LaBelle. (Symbolbild: Archiv)
Zwaa Schocks in aaner Woch, des duud en Frankforder schwer verkfrafde. Abber aans nachem annern. De erste Hammer kaam am Mittwoch letzder Woch. De Opernball wird abgesacht unn uff nächst Jahr verschoobe. Ach du meine Güüde. Was en Imidschverlusst fer die Stadt. Ei wieso dess dann? Unn die erste Besserwisser habbe gleich ihr Mäuler uffgerisse: „Ich hab´s ja gleich gewusst“, „Des konnt net gutgehe“, „Na ja, die Orga“ und so weider.
 
Ich sach dadezu nur, wers besser kann, solls mache, ansonsten, wenn mer kei Ahnung hat, einfach mal die Fresse halde. Unn wenn ich lese du, dass de vorherische Ausrichter sich ins Fäustsche lache duud unn sich freut, dann kann ich nur saache, wer im Schlachthaus sitzt, sollde net mit Schweinehälfde werfe. Jetzt is des Geschrei groß. Abber wennse Kadde gekaaft hädde, wär de Ball aach was geworn. Wie damals beim Volksdeater. Hätte se mal vorher öfders Kadde gekaaft, dääds heut noch spiele. Mein Gott, es is hald e Jahr spääder. Also reeschd euch net uff. Alles werd gut.
 
De zweide, unn fer die, die da warn, de größde Schock, war des net vorhandene Galaichfressmichuffkosdederstadtdorch Buffet beim Neujahrsempfang im Römer. Was habbe se sich uffgereescht, weil´s nur Brezel unn Haddekuche gab. Des war halt fer die ganze Frankfodder Freibiergesichter en Schock. Wie hat mein Freund Bernd geschribbe: „Alle haben gestern Abend darüber geredet, dass nicht wie früher ein üppiges Büffet vorhanden war. Ich war auch da und habe eigentlich niemanden getroffen, der a.) ausgehungert aussah und b.) es sich nicht leisten könnte, sich selbst was zu Essen zu kaufen.“
 
Recht hadder. Es iss doch rischdisch. Ich kann als Stadt net Vereine und Theater die Zuschüss körze unn dann hinnerher fer 30.000 Euro fresse. Abber de Schuldische war ja schnell gefunne. De Obberbörschermeisder. Der iss an allem Schuld. Ich glaab, der kann mache, was er will. Selbst, wenn er übbers Wasser laafe deed, deede se saache, „ei gugge mal… net ma schwimme kann der!“ Forschbar. Unn besonners die, die´s immer noch net glaube könne, dass se weg is. „Ich geh nur no dahin, wo auch Petra is.“ Herrgott sie iss abber nemmer da. Gewöhnt euch dran unn habt in Zukunft en schöne Abend, aach mit Brezel unn nette Gespräche.
 
Unn wer meint, nur zum Fresse unn Saufe uff en Empfang gehe zu müsse, soll mit seim Arsch deheim bleibe. Dann bleibt aach mehr fer die Annern.
 
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