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Bewegte Bilder

Von Ein Jahresrückblick nach dem anderen an Silvester - das war vielleicht langweilig!
Der Tod von Nelson Mandela war eines der Lieblingsthemen in den vielen Jahresrückblicken. (Foto: Archiv) Der Tod von Nelson Mandela war eines der Lieblingsthemen in den vielen Jahresrückblicken. (Foto: Archiv)
Ganz ehrlich: Wollen Sie noch etwas zum Thema Jahreswechsel lesen? Spätestens mit dem Ausklang der letzten Note des letzten Weihnachtsliedes begannen die Druckerpressen doch schon wieder Jahresrückblick auf Jahresrückblick zu drucken. Man konnte den Eindruck gewinnen, als wenn nach Weihnachten noch weniger passiert als vor Weihnachten: Ressort für Ressort interessierten sich die Tages- und Wochenzeitungen offenbar nur noch für das zurückliegende Jahr, das von allen, aber auch wirklich von allen Seiten noch einmal beleuchtet wurde. (Eine tolle Gelegenheit, sich noch nicht mal vier Wochen nach seinem Tod ERNEUT mit Nelson Mandela zu beschäftigen, ihn fotografisch abzubilden und über seine unerträgliche Abwesenheit zu grübeln.
 
Überraschend ist bei all diesen Ergüssen lediglich, aus wie vielen unterschiedlichen Perspektiven man so ein Jahr beleuchten kann: Die besten Aktienanlagen, die besten Lebensversicherungen, die besten Unternehmen, die besten fiesen Unternehmen, die besten Zugausfälle, die besten Rezepte, die besten medialen Pannen, die besten peinlichen Auftritte von Prominenten, die besten Politikerskandale, die besten großen Koalitionen, die besten kleinen Koalitionen, die besten doofen Fotos von Prominenten, die besten Reiseziele, die besten Bücher, Ausstellungen, Filme sowieso.
 
Ganz zu schweigen von den Ausblicken auf 2014, die den Rückblicken gleich auf den Fuß folgen, selbstverständlich in der Regel gepaart mit den besten Vorsätzen für das neue Jahr. Absolutes Spitzenthema bei den Ausblicken ist neben Brasilien natürlich der Erste Weltkrieg. Für jedes der beiden Themen habe ich übrigens eine/n Bekannte/n, die/der mich kürzlich allen Ernstes fragte, a) „Weißt Du, warum zurzeit alle über Brasilien schreiben?“ und b) „Weißt Du, was die zurzeit alle mit dem Ersten Weltkrieg am Hut haben?“
 
Deshalb sei hier noch einmal für all jene angemerkt, die nicht ständig zurück und nach vorne blicken und sich bestimmte Jahrestage nicht schon Jahrzehnte vorher im Kalender markieren: Vom 12. Juni bis zum 13. Juli 2014 ist Fußball-WM. Übrigens in Brasilien. Und: Anfang August jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal. Jede Menge bisher unveröffentlichtes Filmmaterial zum Jahrhundertereignis Erster Weltkrieg finden sie übrigens hier: http://project.efg1914.eu/
 
Und was sind Ihre Vorsätze fürs Neue Jahr? Meine: Täglich mein E-Mail-Postfach ausmisten (hahaha, schon verloren....), wöchentlich Ablage machen (haha, s.o.), den Friseur wechseln und mehr ins Kino gehen (Kollegin C. hat die 300 Filme, die sie sich für 2013 vorgenommen hatte, leider nicht geschafft, vor Weihnachten war sie noch bei Stand 267 oder so. Gilt aber sowieso nicht. Schließlich hat sie die nicht alle im Kino gesehen!).
 
Beim Kino liegt die Latte also ebenso hoch wie bei der Ablage und dem Ausmisten. Schließlich geht es es schon gleich  im Januar sportlich los, zeigt das Kino des Deutschen Filmmuseums doch eine Filmreihe des Großmeisters unter den US-Regisseuren: Howard Hawks. TIGER SHARK, eine atmosphärisch dichte Dreiecksgeschichte im Milieu US-amerikanischer Pazifikfischer aus dem Jahr 1932 ist heute noch einmal zu sehen, um 20.30 Uhr. Weitere Klassiker der Filmgeschichte, sämtlich aus der Hand von Howard Hawks, folgen Schlag auf Schlag, darunter TO HAVE AND HAVE NOT (10. und 11. Januar), EL DORADO (18. und 24. Januar), HIS GIRL FRIDAY (22. und 23. Januar) und BRINGING UP BABY (24. und 26. Januar), um nur einige zu nennen.
 
Ganz klar: 2014 wird das wieder nichts mit dem Privatleben.

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