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Bewegte Bilder

Von Wissen Sie schon, wo Sie die Oscar-Verleihung anschauen? Ich habe da eine Idee.
Die Vorbereitungen für die 86. Oscar-Verleihung laufen auf Hochtouren. Foto: dpa Die Vorbereitungen für die 86. Oscar-Verleihung laufen auf Hochtouren. Foto: dpa
Was haben Katina Paxinou, Edmund Gwenn, Jane Darwell, Lila Kedrova und Martin Landau gemeinsam? Sie alle sind Schauspieler und haben für eine ihrer Rollen einmal den Oscar bekommen. Der Oscar kann Leben verändern, definitiv Karrieren. Christoph Waltz ist ein jüngeres Beispiel für die unglaubliche Dynamik, die sich nach einem Oscar-Gewinn (den er für die Rolle des Hans Landa bekam, in INGLOURIOUS BASTERDS, USA 2009, R: Quentin Tarantino) in einer Schauspielkarriere entwickeln kann.
 
Allerdings war der damals 53-jährige Waltz in der Rolle so großartig, dass er vermutlich auch ohne Oscar fürderhin gewaltig von sich reden gemacht hätte. Das ist der kleine Trost, den sich alle sagen können, die den Oscar am Sonntagabend (in Europa: am frühen Montagmorgen) dann doch nicht bekommen werden: Wer richtig gut ist, wird sich auch ohne Oscar durchsetzen. Wie Martin Scorsese, der jahrzehntelang herausragende Filme gemacht hatte und nie bedacht wurde, bis er 2007 endlich für DEPARTED dann doch den begehrten Academy Award erhielt.

Bilderstrecke Oscar-Nominierungen bester Hauptdarsteller
Die Nominierten für den besten Hauptdarsteller:<br />
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Chiwel Ejiofor spielt in dem neuen Film von Steve McQuen, "12 Years a Slave", einen Mann der in die Sklaverei verkauft wird und zwölf Jahre als Sklave lebt. Ejiofor spielt den Sklaven so realistisch und überzeugend, dass er von der Academy für den besten Hauptdarsteller nominiert wurde.Im neuen Martin-Scorsese-Film "The Wolf of Wallstreet" wird der Aufstieg und  Sturz eines New Yorker Börsen Marklers, der soviel Geld machte, dass er komplett den Verstand verlor, gezeigt. Diesen spielt Leonardo Dicaprio so außergewöhlich gut, dass er wieder einmal für einen Oscar, bester Hauptdarsteller, nominiert wurde.Christian Bale (rechts) ist für seine Leistung als schlitzohriger, selbstsicherer Gauner in dem Film "American Hustle" bei den Oscars für den besten Hautdarsteller nominiert. Seine Person, Irving Rosenfeld, betrügt einen nach dem anderen, wird aber von einem Agenten, Bradley Cooper, übeführt und muss ihm  bei weiteren Ermittlungen helfen um eine gemilderte Strafe zu bekommen.

Gerade jene spät Bedachten sind dann oft zu Tränen gerührt, wenn sie nach jahre- oder jahrzehntelangen Anstrengungen endlich auf die Bühne des Dolby (früher Kodak) Theatre in Los Angeles dürfen, und zwar nicht als Laudator, sondern als Preisträger. Von nun an gehören sie zur Oscar-Familiy. Sind Academy-Mitglieder und dürfen in den Folgejahren mit über Nominierung und Auszeichnung der Kollegen entscheiden.
 
Der Oscar ist ein magischer Filmpreis. Millionen Menschen weltweit werden Sonntagnacht wieder mitfiebern: Wer bekommt den Golden Boy 2014? AMERICAN HUSTLE, der hochgelobte Film von David Russell mit einem grandios verfetteten Christian Bale in der Rolle eines geradezu anrührenden Betrügers? Oder DALLAS BUYERS CLUB, der Film über den homophoben Cowboy Ron Woodroof, der sich in den 1980er Jahren mit HIV infiziert und eher unverhofft zum Aktivisten für die Belange von HIV-Betroffenen wird? Oder macht doch GRAVITY das Rennen, dieses schwebende Drama über eine Wissenschaftlerin, die im von Alfonso Cuarón wunderschön in Szene gesetzten Weltraum ganz auf sich allein gestellt ist?

 
Und wer setzt sich bei den Schauspielern durch? Sandra Bullock als eben jene Wissenschaftlerin? Cate Blanchett aus Woody Allens BLUE JASMINE? Bruce Dern als demenzgeplagter, starrköpfiger Alter in NEBRASKA, der sich auf eine holprige Reise durch den Mittleren Westen macht, auf der Suche nach dem Sinn? Oder doch Chiwetel Ejiofor aus dem Sklavendrama TWELVE YEARS A SLAVE?

Bilderstrecke Die Oscar-Nominierungen für den besten Film
Das sind die Oscar-Nominierten in der Kategorie "bester Film":<br>
"American Hustle" - der Film hat drei Golden Globes gewonnen und ist für zehn Oscars nominiert. Es geht um den Gauner Irving Rosenfeld (Christian Bale), der bei seinen »Geschäften« auffliegt. Nun muss er dem FBI-Agenten Dimaso (Bradley Cooper) bei weiteren Ermittlungen helfen, um eine gemilderte Strafe zu bekommen. Auch Jeremy Renner, Amy Adams und Jennifer Lawrence sind in dem Streifen zu sehen.Das neue Geiseldrama mit Tom Hanks in der Hauptrolle, "Captain Phillips", hat eine Nominierung für den besten Film bekommen, sowie für fünf weitere Kategorien. 
In dem Streifen ist Tom Hanks als Frachtschiff -Kapitän zu sehen, dessen Schiff mitten auf dem Meer von Piraten angegriffen wird. Die Frage wie er seine Mannschaft und auch sich selbst retten kann steht im Mittelpunkt. Es wäre der ditte Oscar für Tom Hanks.Das Aids-Drama »Dallas Buyers Club« ist sechsmal nominiert. Matthew McConaughey spielt den Aids kranken Ron Woodroof, der einfach nicht sterben will und aus diesem Grund nicht zugelassene Medikamente nimmt und in seinem selbst gegründeten Dallas Buyers Club verkauft.

 Die Oscars sind immer wieder für Überraschungen gut und am spannendsten, wenn man gemeinsam mit Freunden der Verleihung entgegenfiebert. Zum Beispiel auf der einzigen offiziellen Oscar-Viewing-Party im Deutschen Filmmuseum, am Sonntag, 2. März. Um 23 Uhr beginnt das Programm, das schon mal einstimmen soll auf die glamouröseste aller Nächte, bevor um ca. 1.30 Uhr die TV-Übertragung vom roten Teppich in Los Angeles beginnt. Dann heißt es wieder: „And the Oscar goes to…”
 
Filmtipps:
MARTY (USA 1955, R: Delbert Mann)
THE BEST YEARS OF OUR LIVES (USA 1946, R: William Wyler)

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