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Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei den Oscars gab es diesmal keine Überraschungen. Foto: Archiv Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Bei den Oscars gab es diesmal keine Überraschungen. Foto: Archiv
Hollywood-Glamour am Main – was die Filmstadt Frankfurt gerne öfter hätte, wurde (mit ein bisschen Fantasie) eine Nacht lang wahr: Mehr als 400 Filmfans flanierten am Sonntag, 2. März, über den roten Teppich ins Deutsche Filmmuseum, um die 86. Oscar-Verleihung zu feiern. In großer Abendgarderobe, mit Dancefloor, schicken Cocktails und professionellem Styling – der Normalfrankfurter oder weit Angereiste durfte sich (mit noch ein bisschen mehr Fantasie) wie ein Star fühlen und die Oscar-Verleihung in den frühen Morgenstunden dann ganz gemütlich vom  Kinosessel aus genießen.
 
Die großartige Ellen DeGeneres verwandelte mit ihrer gefälligen Moderation die ehrwürdige, in der Vergangenheit manchmal ja auch etwas steife Veranstaltung in ein fröhliches Familientreffen der Filmemacher ersten Ranges.
 
Da wurden (harmlose) Witze auf Kosten der Anwesenden gemacht, Pizza für alle bestellt und mitten im Dolby Theatre aus der Hand gegessen, und nicht zuletzt ebenda das berühmte „Selfie“ geschossen: Dafür quetschten sich zwölf Stars vergnügt gemeinsam hinter ein Smartphone, ohne auf den perfekten Gesichtsausdruck zu achten – nur gut, dass sie nicht wissen konnten, dass dieses Bild Geschichte schreiben und Twitter zum Erliegen bringen würde, sonst hätten sie sich vielleicht weniger ausgelassen gezeigt.
 
Und die Preise? Da gab es keine große Überraschungen. GRAVITY räumte wie erwartet in sieben Kategorien ab. Den Auslands-Oscar holte Paolo Sorrentinos Fellini-Hommage LA GRANDE BELLEZZA fast zwangsläufig, schließlich hatte Federico Fellini diesen Preis seinerzeit vier Mal nach Italien geholt. Und Bester Film wurde natürlich 12 YEARS A SLAVE,  das durfte ja auch nicht anders ausgehen: Zu Beginn der Show hatte Ellen DeGeneres schließlich konstatiert: „Es gibt zwei Möglichkeiten. Entweder, 12 YEARS A SLAVE wird Bester Film – oder Ihr seid alle Rassisten.“ Steve McQueens Film war damit der erste eines afroamerikanischen Regisseurs, der die Königskategorie gewann, und alle waren glücklich – außer Sandra Bullock vielleicht, die doch sehr traurig aussah, als der Preis für die Best Actress an Cate Blanchett ging.
 
So viel Harmonie sorgte auch in Frankfurt für pures Glück am Frühstücksbuffet. Wer nach Skandalen und Aufregern gierte, wurde herb enttäuscht, allenfalls Matthew McConaugheys Redneck-Dankesrede und Jennifer Lawrences Zickenalarm nervten ein bisschen. Aber nicht genug, um nicht nach einer rauschenden Frankfurter Oscarnacht zur Frühstückszeit der Werktätigen in tiefen, zufriedenen Schlaf zu fallen.
 
Filmtipps gegen zu viel Harmonie:
AUGUST: OSAGE COUNTY (USA 2013, R: John Wells)
DALLAS BUYERS CLUB (USA 2013, R: Jean-Marc Vallée)
QUO VADIS (USA 1951, R: Mervyn LeRoy) Dienstag, 18. März, um 20 Uhr und Sonntag, 30. März, um 20 Uhr im Kino des Deutschen Filmmuseums

Bilderstrecke Die Abräumer der Oscar-Verleihung
Am Wochenende wurden in Hollywood zum 86. Mal die Oscars verliehen. Die Auszeichnung ist der wichtigste Filmpreis. Die Australierin Cate Blanchett gewann einen Oscar als beste Hauptdarstellerin im Film "Blue Jasmine". (Fotos: afp, dpa, imago).Matthew McConaughey räumte als bester Hauptdarsteller einen Oscar ab. Im Film  "Dallas Buyers Club" spielt er einen abgemagerten Aidskranken.Im Dolby Theatre in Hollywood nahm Lupita Nyong'o  den Oscar für ihre Rolle als beste Nebendarstellerin entgegen.
Manuela Mock mit Peter Frampton. Der britische Rockmusiker ist auch mit grauen Schläfen noch attraktiv, findet die Diva. Foto: Privat
Prinzessin vom Main

Haare sind ja immer ein riesen Thema - und bei der Oscar-Verleihung erst recht.

clearing
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