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Heimatforscher: Tief im Taunus

Von Steigen Sie mal hinab in die gut sortierten Archive der Umgebung: Da warten überraschende Neuigkeiten aus alten Zeiten auf Sie...

Der einbrechende Winter, wenn es draußen ungemütlich wird, ist die richtige Jahreszeit, um sich in schönen, warmen Räumen der Betrachtung kultureller Schätze, dem Schmökern und Studieren zu widmen. Dafür steht eine ganze Reihe von Institutionen bereit, die sich auf viele Besucher freuen: Museen, Büchereien und Archive.

Für die Archive will ich an dieser Stelle etwas Werbung machen, denn bei vielen Zeitgenossen herrscht das Missverständnis vor, das seien Einrichtungen für Spezialisten – für Historiker und Fachleute, die sich durch Berge staubiger, schwer lesbarer Akten wühlen.
 
Das Gegenteil ist der Fall: Archive sind öffentliche Institutionen, die jedem zur Verfügung stehen (auch wenn man einen Besuch meistens vorher anmelden muss). Und man muss kein Spezialist mit besonderen Kenntnissen sein, um dort spannende Entdeckungen zu machen. In einem Archiv kann man sich durchaus spannend unterhalten und beschäftigen.

Besuchen Sie doch zum Beispiel das Kreisarchiv und lassen sich dort die Sammlung historischer Ansichtskarten Ihres Wohnorts vorlegen. Oder blättern Sie in den Zeitungen aus Ihrem Geburtsjahr oder schauen einfach mal, was vor fünfzig oder hundert Jahren die Lokalpresse bewegt hat. Oder begeben Sie sich mit Hilfe des Archivs auf Spurensuche und finden heraus, wem der Grund und Boden, auf dem Sie jetzt wohnen, im Lauf der letzten zweihundert Jahre gehört hat. Oder machen Sie sich auf die Suche nach Ihren Vorfahren. Oder lassen Sie sich doch einfach mal zeigen und erklären, was Ihr Stadtarchiv alles sammelt und verwahrt.
 
Die Archivlandschaft, die wir im Taunus haben, ist vielfältig und reich: Vom Kreisarchiv des Hochtaunuskreises – das übrigens jüngst mit dem Hessischen Archivpreis 2015 ausgezeichnet wurde – über die reichen Stadtarchive in Bad Homburg, Friedrichsdorf, Königstein, Kronberg, Oberursel oder Usingen bis hin zu kleinen, aber liebevoll betreuten Gemeindearchiven, zum Beispiel in Wehrheim oder Glashütten, reicht das Spektrum der kommunalen Archivfamilie.

Viele Archive bieten im Internet die Möglichkeit, sich zu Hause einen Überblick über deren Bestände zu verschaffen – das Beste ist aber natürlich der Besuch im Archiv. Alle Archivarinnen und Archivare, die ich kenne, nehmen sich gerne Zeit für interessierte Besucher, erklären ihnen, wie ein Archiv funktioniert und was man wo finden kann.
 
Also: Nur keine Scheu – Ihr Archiv vor Ort freut sich auf Ihren Besuch!
 

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