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Live von der Buchmesse

Von Tag 2: Katzenberger und Körperspannung.
Daniela Katzenberger am heutigen Donnerstag auf der Buchmesse. Wie immer sorgte sie für jede Menge Aufmerksamkeit. (Foto: dpa) Bilder > Daniela Katzenberger am heutigen Donnerstag auf der Buchmesse. Wie immer sorgte sie für jede Menge Aufmerksamkeit. (Foto: dpa)
Ich sehe sie nur durch einen schmalen Türspalt. Aber oh je, ist die Frau blond! Grellblond, möchte man sagen. Dazu extrem hohe, knallrote Schuhe - und ein etwas aufgesetzt wirkendes, strahleweißes Lächeln. Daniela Katzenberger ist am Stand von Lübbe, um ihr neues Buch "Katze küsst Kater" vorzustellen, und damit nur ein paar Meter von uns entfernt. Die Katze verursacht ein riesiges Gedränge, denn plötzlich wollen alle ein Foto mit dem Handy von ihr machen. "So wichtig ist die nun auch wieder nicht", mault ein Besucher, der versucht, sich einen Weg durch die aufgeregten Menschenmassen zu bahnen. Auch ich bin kein Katze-Fan, aber gut, wenn sie Leute zum Lesen bringt, haben ihre Bücher ja vielleicht doch eine Berechtigung.

Wie immer geht es bei der Buchmesse um jede Menge Nebensächlichkeiten. Stars und Sternchen, echte Schauspieler und Z-Prominente. Um Bücher geht es ebenfalls, doch irgendwie hat man manchmal das Gefühl, Romane, Krimis, Sach- und Kochbücher würden zur Nebensache werden. Vor allem, weil so mancher Promi nur deshalb ein Buch schreibt, um ordentlich PR zu machen. Denn ob nun eine Daniela Katzenberger wirklich eine berufene Autorin ist, dazu möchte ich mich nicht äußern. Generell wirkt sie angestrengt auf mich, bemüht, aber sehr, sehr künstlich. Und das nicht nur wegen ihrer körperlichen "Umbauten" und ihrer unglaublich grellen Haarfarbe.

Netter und vor allem echter ist Uwe Ochsenknecht. Der Schauspieler schlendert an unserem Stand vorbei, bleibt stehen, unterhält sich mit uns. Meine Kollegin macht sogar ein Foto mit ihm und er fragt uns, wie es so läuft. Total nett und unkompliziert, darüber freuen wir uns sehr. Vor allem, weil die Arbeit hier manchmal in Stress ausartet. Da fällt mir ein, die Fußmassagen-Station habe ich immer noch nicht gefunden ...

Die Buchmesse ist ja schon seit vielen Jahren ein echter Promi-Magnet. In den zehn Jahren, die ich nun schon dabei bin, habe ich schon viele kommen und gehen sehen. Einer, der mir besonders in Erinnerung geblieben ist, war der syrisch-deutsche Autor Rafik Schami. Und auch Joschka Fischer, den Turnschuh-Politiker, habe ich vor vielen Jahren mal hier gesehen. Jörg Kachelmann war im vergangenen Jahr da, er hat mich allerdings nicht besonders beeindruckt. Er wirkte sehr unglaubwürdig und nicht besonders selbstsicher, eher fahrig und mit schlechter Körperspannung.

Heute ist deutlich mehr los als gestern, denn heute finden jede Menge Empfänge und Verlagspartys statt. Auch der Societäts Verlag hat seine Autoren und eine ganze Reihe Prominenz aus der Region eingeladen, am Stand in Halle 3.0 gemeinsam zu essen, zu trinken und zu netzwerken. Unser Kulturautor Hilmar Hoffmann ist ebenso dabei wie SPD-Landesfraktionsvorsitzender Thorsten Schäfer-Gümbel und Ulrich Krebs (CDU), Landrat des Hochtaunuskreises. Eine bunte Mischung also, die Spaß macht und interessante Kontakte bringt. Dazu gibt es Bier der Brauerei Faust aus Miltenberg - mit und ohne Alkohol, und leckeres Gebäck.

Dass es auf der Buchmesse übrigens doch immer noch um Bücher geht, merkt man nicht nur an den zahlreichen Aufträgen, die wir von Buchhändlern bekommen. Auch in diesem Jahr wurden schon jetzt wieder jede Menge Bücher geklaut. Besonders beliebt bei den Dieben sind unsere Führer durchs Bahnhofsviertel und die Zu-Fuß-Reihe. Und natürlich der Titel "WEINgut!", ein Weinführer durch Rheinhessen und die Pfalz. Natürlich wollen wir niemanden zum Klauen aufrufen und nehmen diese Diebstähle sehr ernst. Trotzdem ist auch das ein interner Gradmesser für uns, welche Titel beim Publikum besonders gut ankommen. Dreist ist es dennoch.

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