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Live von der Buchmesse

Von Tag 5: Abgefahrene Mangas und Abschiedsstimmung.
Müde, aber glücklich ist das Team des Frankfurter Societäts Verlags am letzten Tag der Buchmesse. Foto: Kärcher Bilder > Müde, aber glücklich ist das Team des Frankfurter Societäts Verlags am letzten Tag der Buchmesse. Foto: Kärcher
Ich bin ja wirklich hart im Nehmen. Aber wenn ich nicht mal mehr zur Toilette durchkomme, hört für mich der Spaß auf. Okay, das ist jetzt vielleicht etwas negativ formuliert. Doch heute, am letzten Tag der Buchmesse, ist es so unfassbar voll, dass man in den Menschenmengen schlichtweg stecken bleibt. Da geht nichts mehr vor und nichts mehr zurück. Da wird der Klogang zur Tortur. Und dann diese Warteschlangen überall! Zum Glück habe ich eine Etage weiter oben ein stilles Örtchen gefunden, das wirklich etwas stiller ist.

Der fünfte Tag der Buchmesse ist der Höhepunkt und zugleich das Ende dieser großartigen, anstrengenden Zeit. Während wir Gespräche führen, Leser beim Bücherkauf beraten und aufräumen, werden bereits die Kisten angeliefert, in die wir abends die Bücher einpacken werden. Also die, die übrig geblieben sind. Unser Goldtitel auf dieser Buchmesse war der Frankfurt-Führer „103 Unorte“ von Frank Berger und Christian Setzepfandt, mehr Exemplare haben wir heute von keinem anderen Buch verkauft. Gestohlen wurde ja, wie ich schon erzählt habe, auch so einiges, vor allem der Führer durchs Bahnhofsviertel („Im Frankfurter Bahnhofsviertel“ von Ulrich Mattner). Wir haben versucht, uns mit ein paar Tricks gegen die Diebe zu wehren, haben immer nur mal ein Exemplar hingestellt – doch es hat alles nichts genutzt.

Auf der anderen Seite sehe ich die vielen Menschen, die hier bei uns am Stand in der Sesselgruppe oder auf den Plexiglasstühlen sitzen, die in unseren Titeln schmökern und denen Bücher so viel bedeuten … Solange es die gibt, macht es trotz allem Spaß, hier zu sein. Mir gefällt es, dass heute, am Sonntag, so viele junge Leute hier sind – und zwar nicht, weil sie von ihren Lehrern dazu gezwungen werden! Von wegen, „Die Buchkultur ist tot“. Sie lebt und entwickelt sich permanent weiter. Vorhin habe ich auch ein paar grell geschminkte Besucher gesehen, die sich als Manga-Figuren verkleidet haben. Ja, auch das ist Lesekultur.

Meine Bilanz der diesjährigen Buchmesse fällt durchweg gut aus. Wir hatten einen unwahrscheinlich großen Zuspruch an unserem Stand und ich habe tolle neue Kontakte geknüpft. Vielleicht entsteht ja mal eine Zusammenarbeit mit dem Guttenberg-Museum? Oder eine Kooperation mit einem anderen Verlag? Es gibt so viele Möglichkeiten.

Ich nehme viel mit nach Hause – und ich rede nicht von den vielen Werbegeschenken. Aber ich muss zugeben, dass ich mich schon jetzt auf den Feierabend freue. Denn ich bin müde, habe einen dicken Kopf von der abgestandenen Luft und der Lautstärke – und meine Füße tun weh. Doch das alles war es wert! Und ich freue mich aufs nächste Mal.

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