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Aus dem Landtag

Von Ich bin neu hier im Landtag - und das war am Anfang schon ganz schön verwirrend.
Wer sitzt wo? Und wie komme ich überhaupt hier her? Zu Beginn ihrer Amtszeit als Abgeordnete musste Kerstin Geis zunächst wesentliche Fragen klären. (Symbolbild: Archiv) Foto: dpa Wer sitzt wo? Und wie komme ich überhaupt hier her? Zu Beginn ihrer Amtszeit als Abgeordnete musste Kerstin Geis zunächst wesentliche Fragen klären. (Symbolbild: Archiv)
Ganz bald ist es soweit: der Hessische Landtag wird sich konstituieren, der hessische Ministerpräsident wird gewählt und die Ministerinnen und Minister der hessischen Landesregierung werden ernannt und vereidigt. Das ist ein wichtiger Akt zu Beginn der Legislaturperiode  - und ich bin zum ersten Mal als Abgeordnete im Plenarsaal dabei.
 
Schon seit der Landtagswahl im September 2013 haben die neu gewählten Abgeordneten an den Fraktionssitzungen und einigen Terminen im Landtag teilgenommen. Es gab die erste Möglichkeit, sich zu orientieren. Wo werde ich arbeiten? Wie sind die Strukturen? Wie sind die Kolleginnen und Kollegen? Wie sind die Abläufe? Welche Rechte und Pflichten gibt es? Eine Vielzahl an Fragen ist aufgetaucht und mussten beantwortet werden. Das war der eine Teil der Herausforderung.
 
Der andere Teil der Herausforderung ist das Landtagsgebäude selbst. Es besteht aus dem ehemaligen Schloss der Herzöge von Nassau, einem beeindruckenden historischen Gebäudekomplex, und einem neuen Gebäudeteil mit Plenarsaal und anderen Räumlichkeiten, dessen Umbau erst 2008 beendet wurde. Auf den ersten Blick scheint das Gesamtgebäude einem Labyrinth zu gleichen. Unzählige Gänge führen in alle Richtungen, nach jeder Biegung eröffnen sich gefühlt viele neue Möglichkeiten, in alle Richtungen abzubiegen. Zahlreiche Büros reihen sich aneinander, getrennt nach Fraktionen.
 
Eine Vielzahl an Aufzügen entlässt den geneigten Besucher in allen Etagen. Dabei hat es eine Weile gedauert, bis ich realisiert habe, dass die Etage fünf oder sechs im einen Gebäudeteil nicht auch automatisch die Etage fünf oder sechs im anderen Gebäudeteil ist. Es gibt ein gewisses Gefälle, was zu unterschiedlicher Zahl der Stockwerke im einen wie im anderen Teil des Gebäudes führt. Es ist also spielentscheiden, zu wissen, ob sich der Aufzug im alten oder neuen Gebäudeteil befindet. Davon hängt ab, welche Etage angesteuert werden muss.
 
Es gibt verschiedene Zugänge zum Landtag. Der historische Zugang befindet sich auf dem Schlossplatz. Den habe ich bisher nur benutzt, wenn ich als Vorsitzende des Landeselternbeirates an Veranstaltungen im Landtag teilgenommen habe. Es gibt den Eingang in der Grabenstraße, der führt zu einem großen Foyer und dem Plenarsaal. Der täglich übliche Eingang liegt gegenüber der Marktkirche am Schlossplatz. Dort ist die Zufahrt für PKWs und die Pforte.
 
Auch die Pforte kann für neue Abgeordnete eine kleine Hürde sein. Dort wird der Job der Einlasskontrolle ernst genommen.  Im September und Oktober war es dort noch erforderlich zu erklären, zu welchem Zweck man Einlass begehrt, zum Beispiel mit Einladung zur Fraktionssitzung. Ab November war es spürbar leichter, die Damen und Herren an der Pforte hatten sich die neuen Gesichter eingeprägt.
 
So wie die Damen und Herren an der Pforte hat sich auch mir inzwischen einiges eingeprägt. Ich verlaufe mich nicht mehr. Ich weiß, welche Aufzüge ich nehmen muss und auf welchem Weg ich wieder hinaus finde. Damit ist eine erste Anpassungsleistung erbracht und der Kopf ist frei für die politische Arbeit. Und die hat nun auch angefangen - darauf freue ich mich!
 
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