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Mein Leben in London

Von Viele Erasmsmus-Stipendianten machen sich in den kommenden Wochen auf dem Weg ins Ausland. So auch unser PJZ-Blogger Narku Laing...
In wenigen Tagen werde ich Teil einer neuen „Community“. Einer Community von Studenten und Studentinnen aus weiten Teilen Europas, denen ein Auslandsaufenthalt durch das Bildungsförderungsprogramm Erasmus der Europäischen Union ermöglicht wird. Langsam wurde es mir bewusst, als mir Menschen immer wieder lächelnd zunickten mit den Worten: „Ach ja, Erasmus habe ich auch gemacht.“

Bereits mehr als drei Millionen Studenten durften mit Erasmus ins Ausland. Sie teilen ein meist sehr ähnliches Lebensgefühl: Andere Teile Europas kennenzulernen, Bildung in einem neuen Kontext zu genießen und sich aus dem Alltag zu befreien. Für mich ist es die Chance, meine zweite Heimat kennenzulernen - das Vereinigte Königreich.

In meinen Sein war die Singularität von Heimat nie angelegt. Ich konnte mich nie auf eine Heimat berufen. Denn die Pluralität von Bezugspunkten brachte mich in die Welt. Es war der Moment, als meine ghanaische Mutter meinen in Jamaika geborenen und in England aufgewachsenen Vater traf. Verständlich war mein langer Wunsch, als deutscher und britischer Staatsbürger nun auch das Vereinigte Königreich zu entdecken. Das Haus zu besuchen, in dem mein Vater aufwuchs, und die Kultur zu erleben, die vieler meiner Familienmitglieder politisierte. Nun bin ich ein weiterer Europäer, der in seinem Traum von der Ferne unterstützt wird.
 
Ein Europäer, der die Grenze eines Kulturraums überschreitet und dennoch zu Hause ist. Es ist mir möglich, das renommierte King´s College London zu besuchen, ohne die Studiengebühren zu zahlen. Weiterhin werde ich mit einem monatlichen Stipendium von circa 200 Euro unterstützt, um meine Lebenshaltungs- und Reisekosten zu decken. Zugegebenermaßen ein Tropfen auf den heißen Stein.

London wird deutlich höhere Kosten verursachen, aber es bleibt der EU zu verdanken, dass ich mich in wenigen Tage auf diese Reise begebe. Das Stipendium steht am Ende eines langen, aufwendigen und anstrengenden Verwaltungs- und Bewerbungsprozesses. Nicht zuletzt die Strukturen am King´s College London und an der Goethe-Universität haben diesen Weg noch ein wenig verlängert. Der bürokratische Aufwand wurde mir zuletzt mit dem liebevollen Beisatz „Es lebe die Bürokratie“ beschrieben. Die Verbindung von Bürokratisierung und Europäischer Union lässt sich hier nicht leugnen. Die Europäische Union kämpft auch in diesem Kontext um ihr Image. 

 
Jugendliche werden zu Journalisten Projekt Junge Zeitung startet in die siebte Runde

Fast 250 Schüler und Studenten aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet haben im Januar eine ganz besondere Ausgabe der Frankfurter Neuen Presse gestaltet: die Junge Zeitung. Das Erfolgsprojekt verbuchte damit einen absoluten Teilnehmerrekord – und freute sich über ein Produkt, das sich sehen lassen konnte. Weil die Resonanz so positiv war, startet ab sofort eine neue Runde: Nachwuchs-Reporter, meldet Euch jetzt an!

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Dennoch gilt es festzuhalten: Bei mir hat sie schon vor langer Zeit überzeugt und dieses Programm ist ein weiterer Erfolg. Viele Studenten nehmen den Aufwand gerne in Kauf und lächeln rückblickend über die Unannehmlichkeiten. Weiterhin bekräftigt mich der Austausch sowohl in meiner deutschen als auch in meiner britischen Identität. Ich bin irgendwie ein britischer Deutscher oder doch ein deutscher Brite, der einen Austausch zwischen einer deutschen und einer britischen Hochschule absolviert. Nein, da bleibe ich lieber ein Europäer, der in zum Studieren in eine andere Großstadt zieht.

Im Allgemeinen stärkt ein Studienaufenthalt im Ausland das Selbstbewusstsein, die Sprachkenntnisse, die Selbstständigkeit und nicht zuletzt die akademische Entwicklung vom akademischen Nachwuchs mit einem starken Austauschprogramm. Erasmus bleibt ein Meilenstein für die Europäische Integration, denn es ist der direkte Kontakt mit anderen Europäern aus allen Ecken unseres Kontinents, der unseren Nachwuchs an das „Projekt Europa“ glauben lässt.

Jung, jünger, Zeitung Schüler stürmen die Redaktion

Es ist wieder ein ganz individuelles, ungewöhnliches Exemplar der Frankfurter Neuen Presse und ihrer Regionalausgaben geworden: 240 Schüler recherchierten, entwarfen Illustrationen und schrieben Artikel. Das Ergebnis: eine ganz besondere Ausgabe der Tageszeitung.

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