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Endlich Ferien

Von Doch statt die freie Zeit genießen zu können, geht es jetzt bei einigen Schülern um alles.
Miklas Barth (links) und seine Schüler nutzen die Ferien, um sich fit für ihre Schulkarriere zu machen. Dabei ist Erholung so wichtig, findet FNP-Bloggerin Kerstin Geis... (Foto: Dominik Rinkart) Miklas Barth (links) und seine Schüler nutzen die Ferien, um sich fit für ihre Schulkarriere zu machen. Dabei ist Erholung so wichtig, findet FNP-Bloggerin Kerstin Geis... (Foto: Dominik Rinkart)
Ein ganzes Schuljahr lang haben sie gelernt und gearbeitet, nun ist es soweit: die Sommerferien stehen vor der Tür! Sechs Wochen ohne Schule und Schulstress, eine wohlverdiente Pause für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und für deren Eltern. Alle atmen durch und genießen die Zeit. Naja, fast alle.

Denn vor dem Beginn der Sommerferien findet die Zeugnisausgabe statt. Und da kann für manche Schülerin oder manchen Schüler die Lust auf Sommerferien schon in Frage gestellt werden. Um in bestimmten Fällen das Sitzenbleiben zu verhindert, kann die Möglichkeit einer Nachprüfung in schlecht benoteten Fächern beschlossen werden. Die Nachprüfung findet in der letzten Ferienwoche statt. Und in diesem Fall kann man sich getrost von den Ferien verabschieden.

Da gilt es dann, es muss gelernt werden. Wie sich das anfühlt, wissen wir genau. Auch wir haben vor einigen Jahren schon mal Matheunterlagen für ein komplettes Jahr mit in den Urlaub nach Sizilien geschleppt. Zum Glück mit Erfolg, der betroffene Nachwuchs wurde versetzt. Aber wir hatten fünf Wochen lang Nervenkitzel.

Um diese Situation zu verhindern, wird oft schon frühzeitig Nachhilfe organisiert. Das reicht von elterlicher Unterstützung über den Einsatz von älteren Schülern und Studenten bis hin zu kommerziellen Nachhilfe-Instituten. Die Auswahl der Unterstützung hängt stark von der Potenz des elterlichen Geldbeutels ab. Der Nachhilfe-Markt ist jedenfalls stark wachsend. Mit den ganz schweren Fälle - bei denen die Gefahr besteht, die Schule ohne Abschluss verlassen zu müssen, aber die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben wurde – wird bereits in den Osterferien in so genannten Oster-Camps geübt.

Alle Maßnahmen haben die Gemeinsamkeit, dass Versäumnisse nachgelernt werden müssen. Und zwar Versäumnisse, die in der Schule entstanden sind und in vielen Fällen von außerschulischen Unterstützungssystemen ausgeglichen werden müssen. Diese Feststellung gehört zur ganzen Wahrheit auch dazu. Und sie zeigt, dass an den hessischen Schulen in vielen Bereichen immer noch Handlungsbedarf besteht. Um Schule gemeinsam voran zu bringen, braucht es die Anstregung der gesamten Schulgemeinde. Und um sich gemeinsam anstrengen zu können, braucht es auch mal Erholung. Schöne Ferien!

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