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Das macht Schule

Von Heute: Smartphones im Klassenzimmer, Hausaufgaben per Facebook.
Eine ganze Bibliothek im iPad - das hat für den Schulgebrauch Vor- und Nachteile, vor allem in Klassenarbeiten. (Foto: dpa) Eine ganze Bibliothek im iPad - das hat für den Schulgebrauch Vor- und Nachteile, vor allem in Klassenarbeiten. (Foto: dpa)
Immer wieder wird diskutiert, dass in unseren Schulen neue Medien Einzug gehalten haben und demzufolge auch medienpädagogische Konzepte hermüssen. Das stimmt! So hat meine Tochter schon lange Hausaufgaben, die die Nutzung des Internet ganz selbstverständlich voraussetzen. Und da ist sie nicht die Einzige.

Aber in dieser Diskussion liegt noch eine andere Dimension. Immer mehr Schülerinnen und Schüler verfügen nahezu permanent über die Möglichkeit, das Internet zu nutzen. Sie besitzen Smartphones und Tablets und nutzen sie intensiv. Das führt gelegentlich zu einer neuen Kultur in der Schule. So ist es in vielen Schulen - besonders in der Oberstufe - geübte Praxis, dass bei Klassenarbeiten und Tests die Smartphones bei der Lehrkraft abgeliefert werden müssen. Zu oft kam es vor, dass die Schülerinnen und Schüler den „Telefonjoker“ einsetzten: schnell mal im Netz nachschauten, per SMS nachfragten oder ähnliches.

Zu der anderen Dimension gehört auch die Nutzung der Social Media-Angebote. Sehr viele Schülerinnen und Schüler nutzen Facebook oder Whats App. Und sie nutzen es nicht nur für so unschöne Dinge wie Happy Slapping oder sonstiges Bashing. Sie nutzen Social Media auch für die Schule. Da werden Hausaufgaben diskutiert, Informationen ausgetauscht und Dinge organisiert. Ganze Klassen haben sich zu Gruppen im Chat zusammen gefunden. Auch Lehrerinnen und Lehrer beteiligen sich daran. Das geht inzwischen so weit, dass sich das Kultusministerium in Baden-Württemberg dazu aufgerufen fühlte, mittels Erlass zu regeln, dass Lehrkräfte via Facebook keine Hausaufgaben aufgeben können. Das hessischen Kultusministerium sieht an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf. Man darf aber gespannt sein, wann das auch in Hessen zu regeln ist.

Dabei ist es wirklich dringend nötig, medienpädagogische Konzepte an allen Schulen mit Leben zu füllen. Zur sicheren und selbstbestimmten Nutzung des World Wide Web brauchen Kinder altersgemäße Anleitung, Unterstützung und Grenzen. Und ganz sicher ist das Handyverbot an der Schule ein sehr überholtes Konzept. Ich finde es auch nicht zielführend, diese Entwicklung in Bausch und Bogen zu verdammen. Sie ist nun mal Lebensrealität unserer Kinder und entsprechend müssen wir damit umgehen. Und ich fand es interessant zu sehen, wie die Klasse meiner Tochter sehr geräuschlos, aber effizient das Geburtstagsgeschenk für den geschätzten Klassenlehrer per Whats App organisiert hat. Gut so!
 
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