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Das macht Schule

Von Nur, wer in Berufe hineinschnuppert, weiß nach der Schule, was er werden will.
Praktikum im Pflegeheim - unsere Bloggerin Kerstin Geis findet Berufspraktika sehr wichtig, weil sie auf das Leben nach der Schule vorbereiten. (Symbolbild: dpa) Praktikum im Pflegeheim - unsere Bloggerin Kerstin Geis findet Berufspraktika sehr wichtig, weil sie auf das Leben nach der Schule vorbereiten. (Symbolbild: dpa)
Noch etwa eine Woche sind Ferien und dann ist es für den Nachwuchs mal wieder so weit: das Betriebspraktikum steht vor der Tür. Diesmal möchte die Schule, dass es im sozialen Bereich abgeleistet werden soll. Deswegen hat ein Wiesbadener Altenheim für drei Wochen eine Schülerpraktikantin. Und die Praktikantin freut sich drauf -  es ist mal was anderes als immer nur Schule.

Es ist gut, dass es für viele Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit gibt, ein Praktikum zu machen. Es kommt ja mal ein Leben nach der Schule. Und Schule hat nicht nur die Aufgabe, unseren Kids Lesen, Schreiben, Rechnen  und die eine oder andere Fertigkeit im Bereich der Fremdsprachen, der Naturwissenschaften, der Gesellschaftslehre, in den musischen Fächern sowie im Sport beizubringen. Schule soll die Schülerinnen und Schüler auch auf den Beruf vorbereiten. Und das Praktikum ist eine gute Möglichkeit, sich von einem gewünschten Beruf mal in der Praxis ein Bild zu machen.

Die Ausbildungsunternehmen haben eine konkrete Vorstellung davon, wann die Schülerinnen und Schüler reif sind für die betriebliche Ausbildung. Das Praktikum alleine kann aber nicht ausreichen, um eine berufliche Orientierung und Vorbereitung zu ermöglichen. In vielen Schulen wird viel umfangreicher vorbereitet. Schon die Frage der Berufswahl macht er erforderlich, dass die Kids sehr frühzeitig ihre Stärken und Schwächen kennen. Nur so können sie gezielt gefordert und gefördert werden.

Im Bereich der beruflichen Orientierung und der Unterstützung darin spielt Schulsozialarbeit eine große Rolle. In denjenigen weiterführenden Schulen, in denen es Schulsozialarbeit gibt, werden gute Erfahrungen gemacht. So ist zum Beispiel Entwicklung und Stärkung der persönlichen und sozialen Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Selbstständigkeit und Selbstbewusstsein für die Frage der Berufsvorbereitung ein zentrales Thema. Hier hat die Schulsozialarbeit weitreichende Kompetenzen. Auch für die Unterstützung bei der Erstellung von Bewerbungen, Bewerbungstrainings, Kontaktaufnahmen mit Unternehmen spielt Schulsozialarbeit eine tragende Rolle. Ebenso bei der Unterstützung im Übergang von Schule in den Beruf.

Die Frage nach Berufsvorbereitung und –orientierung steht leider nur bei Schulen auf der Agenda, deren Schülerinnen und Schüler sie mit einem Hauptschulabschluss oder Mittlerem Abschluss verlassen. Dort wird ein unmittelbarer Zusammenhang mit dem Ergreifen eines Berufes hergestellt. Eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern besuchen ein Gymnasium. Dort gibt es zwar inzwischen auch oft die Möglichkeit, ein Betriebspraktikum zu machen. Eine dezidierte Unterstützung bei Berufsvorbereitung ist aber eher selten.

Und es ist an der Zeit, zu erkennen, dass auch dort die Kids dank G8 immer früher die Schule verlassen. Und dank der Bologna-Reform an der Hochschule immer früher in den Unternehmen ankommen. Und auch diese Schülerinnen und Schüler müssen entsprechende Kompetenzen mitbringen. Es ist an der Zeit, alle Schülerinnen und Schüler in Hessen in der Mittelstufe bei der Entwicklung dieser enorm wichtigen Fähigkeiten zu unterstützen. Wer das in den Schulen machen soll? Da komme ich doch wieder darauf, dass mehr Schulsozialarbeit an Hessens Schulen ermöglicht werden muss.

Und ja, ich weiß: für die Schulsozialarbeit ist nicht das Land, sondern die Kommune zuständig. Aber niemand hindert das Land daran, die Schulträger in dieser wichtigen Fragestellung zu unterstützen, oder?

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