Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Das macht Schule

Von Umzug in ein neues Bundesland - was tun, wenn G8 dort nicht angeboten wird?
Umziehen ist stressig für alle Familienmitglieder - und bringt ungeahnte Probleme mit sich. (Symbolbild: Fotolia) Umziehen ist stressig für alle Familienmitglieder - und bringt ungeahnte Probleme mit sich. (Symbolbild: Fotolia)
Von der arbeitenden Bevölkerung wird heutzutage ein hohes Maß an Mobilität erwartet. Daran haben wir uns alle gewöhnt. Für Eltern kann das allerdings zum Problem werden, wenn ein Umzug innerhalb Deutschlands nötig wird. Jedes Bundesland regelt seine bildungspolitischen Grundsätze autonom. So weit, so gut.

Bildung zu gewährleisten ist eine der wesentlichen Aufgaben des Landes. So regelt jedes Bundesland autonom, wie es den Bildungsauftrag organisiert, sprich welche Schulformen es gibt. Und das macht es gelegentlich schwierig, für schulpflichtige Kinder eine anschlussfähige Schule zu finden. Ich kenne eine Familie, die von einem beruflich bedingen Umzug von Frankfurt nach Berlin abgesehen hat, weil sich keine passende Schule gefunden hat. Wohl dem, der da überhaupt noch die Wahl hat.

Aber selbst wenn die Bundesländer die bildungspolitischen Grundsätze autonom organisieren, kann es innerhalb des Bundeslandes zu Situationen kommen, die aus Elternsicht skurril anmuten. Wer im Schwalm-Eder-Kreis wohnt und ein Kind im gymnasialen Bildungsgang hat erlebt G9. Wenn die Familie mit dem Kind aus beruflicher Erfordernis zum Beispiel nach Darmstadt umziehen muss, hat sie ein Problem. In Darmstadt gibt es kein einziges Gymnasium, das diesen Bildungsgang mit G9 anbietet. Da bleibt dann nur ein Wechsel der Schulform.

Und dann gibt es in Deutschland noch das Kooperationsverbot. Das Kooperationsverbot stellt sicher, dass die Bundeslkänder bildungspolitisch autonom sind. Es regelt aber auch, dass die Finanzierung von Bildung Aufgabe der Bundesländer ist. So kann die Bundesregierung problemlos entscheiden, Bildungseinrichtungen der Dritten Welt mit zu finanzieren (was sie bitte auch weiterhin tun möge). Es ist ihr aber verboten, den Schulen und Hochschulen bei der Finanzierung beizustehen. Was das für die Hochschulen heisst, können wir gerade sehen.

Hessische Elternvertreter haben dazu eine klare Meinung. Das Kooperationsverbot muss aufgehoben werden. Bildung zu finanzieren muss Aufgabe des Bundes und der Länder werden. Und zur Gestaltung von Bildungsangeboten ist das Land aufgerufen, Verantwortung zu übernehmen und ein gleichmäßiges Bildungsangebot zu schaffen. Dazu hat Bund und Land derzeit ja gute Möglichkeiten. Wollen wir hoffen, dass die Möglichkeiten genutzt werden.

Die Meinungen unserer Blogger sind Privatsache und spiegeln nicht die Haltung der FNP wieder. Diskutieren Sie mit unserer Bloggerin! Wenn Sie sich noch nicht registriert haben, können Sie das kostenlos nachholen: Klicken Sie dafür einfach unter dem Kommentarfeld am Seitenende auf den beige hinterlegten Reiter „Für nicht registrierte Nutzer“. Dort können Sie sich ganz unkompliziert mit einem Benutzernamen Ihrer Wahl, einem Passwort und Ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Sie nur noch anklicken müssen – und schon können Sie kommentieren. Natürlich werden Ihre persönlichen Daten nur intern verwendet und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Unsere Blogger freuen sich auf Ihre Beiträge!
Zur Startseite Mehr aus Matthias Bedürftig - Schul-Blog

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse