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Das macht Schule

Von Ganz schön nervig, die laute Musik. Und dass die Kids nie auf die Straße gucken...
Unsere Bloggerin Kerstin Geis findet es ziemlich nervig, wenn die Musik so laut dröhnt, dass alle anderen mithören müssen. (Foto: Archiv) Unsere Bloggerin Kerstin Geis findet es ziemlich nervig, wenn die Musik so laut dröhnt, dass alle anderen mithören müssen. (Foto: Archiv)
Vergangene Woche habe ich den Versuch gemacht, zu Zeiten des Berufsverkehres  an der S-Bahn Station Konstabler Wache in Frankfurt unfallfrei den Zug zu verlassen. Das ist ein waghalsiges Unterfangen. Ein großer Teil der – meist jüngeren - einsteigenden und aussteigenden Menschen konzentrieren sich nämlich eben nicht auf die ebenfalls aussteigende Umwelt. Sondern auf ihr Telefon, mit dem sie E-Mails oder Nachrichten checken. Ein ganz wichtiger Wahrnehmungskanal ist also mit ganz anderen Dingen beschäftigt als mit der eigenen Koordiation. Das ist schlecht.
 
Alternativ zum Dauerchecken des Telefons kann man die Stöpsel im Ohr beobachten, es wird Musik gehört. Und das ständig. Da möchte ich nicht falsch verstanden werden: Ich habe kein Problem damit, wenn jemand Musik hört. Aber es gibt da eine Grenze, wo alle Anwesenden die Musik ebenfalls hören müssen – ob sie wollen oder nicht.
 
Und es gibt eine große Grenze dort, wo alle Sinne sich der augenblicklichen Situation zuwenden sollten, insbesondere im Straßenverkehr. Unzählige Male habe ich meist junge Menschen beobachtet, die während des Fahrardfahrens im Stadtverkehr die Stöpsel im Ohr hatten. Es häuft sich die Berichterstattung von schweren Unfällen von jungen Menschen, weil sie das Herannahen von einem Bus, einem Zug oder einer Straßenbahn wegen der Stöpsel im Ohr nicht gehört hatten.
 
Mit noch größerer Sorge beobachte ich aber, dass sich für die Sensibilisierung unserer Kinder zu diesem Thema augenscheinlich nicht wirklich jemand zuständig fühlt. Jedenfalls entsteht dieser Eindruck nach entsprechender Nachfrage im Innenministerium und im Kultusministerium. Dabei scheint die Schule doch der geeignete Ort dafür zu sein, schließlich findet dort in der Grundschule die Verkehrserziehung statt.
 
Und bevor es Nachfragen dazu gibt: selbstverständlich sprechen alle Eltern mit ihrem Nachwuchs über das Problem - und der Nachwuchs nimmt die Hinweise auch gerne entgegen und folgt dem Willen der Eltern. Besonders in der Pubertät!

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