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Auf welche Schule soll mein Kind nach der vierten Klasse gehen? Viele Eltern fühlen sich im Lehrergespräch nicht gut beraten. Foto: Archiv Auf welche Schule soll mein Kind nach der vierten Klasse gehen? Viele Eltern fühlen sich im Lehrergespräch nicht gut beraten. Foto: Archiv
Die Themen der Woche machen sich gegenseitig Konkurrenz. Da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll. Da geht einem als Eltern (und auch den Schülern) doch der Hut hoch! Der Vorsitzende einer Erziehungsgewerkschaft und Mathematiklehrer ist offensichtlich zu arrogant, um den Streik im ÖPNV der auf Kosten der Schüler in das Landesabitur hineingeplant wurde, wenigstens mit Worten des Bedauerns zu versehen: Fehlanzeige. Das eigentlich berechtigte Anliegen der Gewerkschaft, die Tarifauseinandersetzung zu führen, kann man so auch kaputt machen.
 
Beratungsgespräche in der Grundschule sind auch eine sensible Angelegenheit. Auch hier kann Grundschule bei den Eltern Vertrauen zerstören und zum Hindernis für die Bildung des Kindes werden. Wer berät hier überhaupt wen? Ach ja, der Klassenlehrer berät die Eltern. Worum geht es, welchen Informationswert hat das Gespräch für die Eltern: Eigentlich aus Elternsicht meistens nur Ja oder Nein, ob das Kind für die von Eltern gewählte Schulform geeignet ist.
 
Was ist das dann für eine Beratung, insbesondere, wenn die Lehrkraft vielleicht selbst schon so einiges von sich offenbart hat. Immerhin hat man ja bis dahin schon vier Jahre Grundschule hinter sich. Da bekommt man gegenseitig von sich schon was mit – ob man nun will oder nicht, irgendwie kennt man sich ja nach der Zeit.

Wie lange dauert dann das Endresultat dieser Beratung? Das sind genau fein im Voraus geplant maximal 15 Minuten, sozusagen das Extrakt der vier Jahre Grundschule. Länger geht’s selten, denn dann stehen garantiert schon die nächsten supernervösen Eltern mit ihren Erwartungen vor der Tür und die nächste Beratung kann beginnen.

Ist man sich einig, so ist das Gespräch schnell erledigt. Ist man sich hingegen nicht einig, dann kommt der Beratung zweiter Teil, mit dem Schulleiter und berät die Eltern nochmals, das dauert wieder so lange wie das erste Mal. Und um es gleich zu sagen, ich habe das Gesamtprocedere nun zum dritten Mal an staatlichen Grundschulen erlebt, war in allen drei Fällen Elternbeirat und habe mir danach jeweils das Feedback der Eltern geholt. Da gibt es leider selten Gespräche auf Augenhöhe, da fühlen sich Eltern dann schon eher als Subjekte staatlichen Handelns.

Kriterien, die ich hinsichtlich einer Beratungsqualität anlegen würde: War die Terminvereinbarung so angemessen, dass beide Erziehungsberechtigten an dem Gespräch teilnehmen konnten, oder wurde der zeitliche Beratungsrahmen nur nach den Bedürfnissen der Lehrkraft gelegt? Konnten ausreichend Fragen gestellt werden und war genug Zeit für ausreichende Gespräche und Information? Wurde grundsätzlich wohlwollend beurteilt? Reflektiert die Beurteilung der Lehrkraft auf den Schüler oder eigentlich eher auf die Lehrkraft selbst? Ich finde, da sollte man die Lehrer vom Konzept her mal beraten.
 
Aber zum Schluss die wichtigste Nachricht: Sie als Eltern sind in Hessen die wirklichen Fachleute für die Bildung Ihres Kindes, denn Sie kennen Ihr Kind am besten und Sie entscheiden letztendlich die Wahl des Bildungsgangs. Kriterium für die Aufnahme an weiterführenden Schulen in Hessen ist ausschließlich der Elternwunsch. Die Eignung einer Schülerin oder eines Schülers für einen weiterführenden Bildungsgang ist gegeben, wenn die bisherige Lernentwicklung, Leistungsstand und Arbeitshaltung eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht des gewählten Bildungsgangs erwarten lassen. 
 
Selbstverständlich entscheiden Sie nach eigenem Ermessen und selbstverständlich, wenn Sie bei der Beratung durch die Grundschule ein schlechtes Gefühl hatten, dann auch gegen die Meinung des Grundschullehrers, der Sie beraten hat.
 
Ich hoffe natürlich, dass es Ihnen besser erging und Sie hoffentlich eine bessere und vielleicht sogar konstruktive Beratung hatten, denn zum Glück geht’s in vielen Fällen ja doch.

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