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Sternengucker: Sternzeit

Von Der Nachthimmel birgt noch manche Überraschung. Wer mal mit auf Entdeckungsreise gehen will, ist herzlich eingeladen.

 
Den Sternenhimmel zu betrachten, ist immer wieder ein besonderes Erlebnis. Ganz egal ob man nur mit dem bloßen Auge nach oben schaut oder mit Fernglas oder Teleskop in die Sterne schaut, es gibt doch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Besonders dort, wo es richtig dunkel ist, macht die Sternbeobachtung viel Spaß. Vieles, was uns in der vom künstlichen Licht verschmutzten Rhein-Main-Region verborgen bleibt, wird fern ab der Lichtglocken sichtbar und trägt zu einem beeindruckenden und wunderschönen Sternenhimmel bei, und man beginnt zu verstehen, welchen besonderen Reiz das Universum auf unsere Vorfahren ausgeübt haben muss.

Neben der visuellen Beobachtung greife ich auch gerne zur Fotokamera und lichte den Nachthimmel ab. Mal mit dem Fischauge, um einen Überblick zu bekommen und mal mit einem Blick durch ein Teleskop, für Details.

Spannend ist dann nachher am PC: der Blick auf die Bilder. Dabei erwarten mich Überraschungen und manche Aha-Erlebnisse. Vor allem auf länger belichteten Aufnahmen tauchen Objekte auf, die mir so entgangen sind: Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Galaxien, aber auch Satelliten sind auf manchen Bildern, oder die ein oder andere Sternschnuppe zeigt sich. Der aufregende Nebeneffekt der Himmelsfotografie und der nachfolgenden Bildanalyse am PC ist, dass ich die auf diese Art identifizierten Deep Sky Objekte später am Nachthimmel leichter wiederfinde. Das ist zur Nachahmung empfohlen. 
 
Am meisten Spaß macht die Sternguckerei, wenn man mit anderen Sternfreunden beobachten geht. Da kann sogar ich noch einiges lernen und sehe Objekte, die mir vorher tatsächlich entgangen sind.

So habe ich letztens nicht nur zum ersten Mal ganz bewusst Iridium Flares gesehen, sondern auch geostationäre Satelliten fotografiert. Als Iridium Flares werden Lichteffekte bezeichnet, die durch die Reflexion des Sonnenlichtes an den Iridium Satelliten entstehen. Diese können sehr hell sein.

Nun wollte es an dem Abend der Zufall, dass ich gleich zwei Iridium Flares kurz hinter einander sah und sich beide auf einem Bild verewigten. Neben solchen tollen Erfahrungen ist es auch immer ein Erlebnis, mal durch die Teleskope der anderen Sternfreunde zu schauen und mit ihnen zu plaudern.

Im Hochtaunuskreis gibt es neben der AG Orion Bad Homburg, deren Mitglieder öfters zu Beobachtungen nach Pfaffenwiesbach in den Taunus fahren, noch die Sternfreunde des Taunus-AstroTreffs, die sich je nach Wetterlage spontan zum Sternegucken verabreden. Kontakt aufnehmen geht recht einfach. Auf der Website der AG Orion (www.agorion.de) findet man alle nötigen Kontaktinformationen auch zum Taunus AstroTreff.
   
Wenn Sie, liebe Leserin, lieber Leser, auch mal mit beobachten wollen und einen Anschluss an andere Sternfreunde suchen, dann kommen Sie doch einfach mal dazu. Gäste sind immer willkommen.
 
 

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