Sternzeit

Heute im Astronomie-Blog unseres Himmelsexperten: Wünsch Dir was!
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Ist das herrlich. Die Sonne scheint, es ist kein Wölkchen am Himmel und nachts glitzern die Sterne. Zugegeben, irgendwer könnte mal das Termostat des himmlischen Heizkörpers (unserer Sonne) um ein paar Grad zurückstellen. Aber ich will mich nicht über die in meinen Augen unerträgliche Hitze beschweren und gar nicht erwähnen, wie sehr ich mich jetzt schon auf den bald nahenden Winter freue. Immerhin, am morgendlichen Sternhimmel kündigen Fuhrmann, Stier und Orion die kalte Jahreszeit jetzt schon an.

Es gibt aber noch einen anderen Grund zur Freude für mich und alle Sternfreunde. Denn es ist August und die Nächte werden langsam wieder länger und dunkler. Nun können wir den Sommerhimmel mit den prägenden Sternbildern Leier, Adler und Schwan bewundern. Die drei Hauptsterne Wega in der Leier, Atair im Adler und Deneb im Schwan bilden das unter Sternfreunden bekannte Sommerdreieck. Wer Glück hat und der im Rhein-Main-Gebiet leider sehr starken Lichtverschmutzung entfliehen kann, wird die durch die drei Sternbilder sich windende Milchstraße bestaunen können.

Der August ist bei Amateurastronomen als Monat der Sternschnuppen beliebt. Zu keiner anderen Zeit des Jahres sind so viele  Meteore zu sehen. Vor allem zur Monatsmitte hin können wir sie nachts immer wieder  aufblitzen sehen. Klar, dann dürfen wir uns was wünschen und wer weiß, der ein oder andere Wunsch geht auch mal in Erfüllung.

Vier Sternschnuppenströme sind für dieses Himmelsschauspiel verantwortlich, von denen der Strom der Perseiden der bekannteste und aktivste ist. Sie sind benannt nach dem Sternbild Perseus, da es so aussieht, als würden die Sternschnuppen aus dem Sternbild entspringen. Die Perseiden-Meteore sind Bruchstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Bahn die Erde im August kreuzt. Wenn man mit dem Auto auf der Autobahn durch einen Mückenschwarm fährt, prasseln die Mücken auf die Wundschutzscheibe. So ähnlich ist es, wenn die Erde die Kometenbahn kreuzt. Dann prasseln die Kometenstückchen mit 60 Kilometern pro Sekunde auf die Erdatmosphäre und verglühen mit einer Leuchtspur. Wir sehen Sternschnuppen. Sind es große Bruchstücke und der Meteor überlebt den Flug durch die irdische Lufthülle, können wir einen Meteoriten finden.

Wenn Sie jetzt solch einen Brocken finden wollen, sollten Sie gerade jetzt den Nachthimmel aufmerksam beobachten.  Am besten sieht man die Sternschnuppen in der Zeit von 22 Uhr bis 4 Uhr. Die meisten Meteore der Perseiden treten vom 10. bis zum 14. August auf. Zur Beobachtung braucht man keine Ferngläser oder Teleskope. Am besten ist, man legt sich in einen Liegestuhl und betrachten den Sternhimmel. Der Blick in Richtung Sternbild Perseus, der sich langsam über dem Nordöstlichen Horizont erhebt, ist zwar empfehlenswert, aber nicht unbedingt notwendig.

Wer gerne mal Sternschnuppen mit der Fotokamera aufnehmen möchte, der sollte eine auf einem Stativ montierte Spiegelreflexkamera mit einem Weitwinkelobjektiv mit kurzer Brennweite oder einem Fischaugenobjektiv verwenden. Über einen Drahtauslöser kann man dann mehrere Bilder mit Belichtungszeiten von etwa 60 Sekunden machen.
Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, ist herzlich eingeladen an dieser Stelle Fragen zu stellen. Gerne können Sie hier auch ihre Beobachtungen schildern - und die Online-Redaktion freut sich über Ihre schönen Bilder.

Ich wünsche ihnen klare Nächte mit spannenden Beobachtungen und vielen Sternschnuppen.       

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