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Sternzeit

Von Bei Zukunftsprognosen versagen Wahrsager und Institute regelmäßig.
Nein, an Wahrsagerei glaubt unser Blogger nicht. Auch wenn es sich bei der hier abgebildeten Mona Stein um eine bekannte Wahrsagerin mit Renommee handelt. (Foto: dpa) Nein, an Wahrsagerei glaubt unser Blogger nicht. Auch wenn es sich bei der hier abgebildeten Mona Stein um eine bekannte Wahrsagerin mit Renommee handelt. (Foto: dpa)
Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014. Ich hoffe Sie haben den Jahreswechsel gut hinter sich gebracht und sind mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gestartet. Sicher haben Sie auch ihren ganz eigenen Jahresrückblick gemacht und sich die Frage gestellt, was das neue Jahr bringen wird. Der Jahreswechsel scheint die Zeit zu sein, in der sich Wahrsager, Kartenleger und Astrologen gegenseitig mit Prognosen für das neue Jahr überbieten wollen.
 
Es ist auch die Zeit in der die Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften GWUP, ihren alljährlichen Wahrsagercheck veröffentlicht (Prognoserückschau 2013: http://www.gwup.org/infos/nachrichten/1236-prognosenrueckschau-2013) Der Mainzer Mathematiker Michael Kunkel prüft am Ende jeden Jahres, was die Zukunftsblicker am Anfang eines Jahres vorhergesagt haben. Das Ergebnis ist jedes Jahre genauso ernüchternd, denn die Wahrsager und Astrologen versagen, wenn es darum geht, aus den Sternen etwas über zukünftige Ereignisse vorher zusehen.
 
Und das, obwohl doch die Menschen diese „Erfahrungswissenschaft“, so bezeichnen die Astrologen gerne ihr Metier, seit vielen tausend Jahren betreiben. Doch irgendwie scheinen die Astrologen nicht die richtigen Sterne zu befragen. Den Rücktritt des Papstes sah kein Wahrsager vorher, und auch die Bundestagswahl schien für die Zukunftsseher unvorhersehbar.
 
Im Grunde geht es mir wie wohl den meisten anderen. Auch ich wüsste gerne, was das kommende Jahr so bereithält. Bleibe ich gesund? Kann ich alle Projekte erfolgreich zu Ende führen oder finde ich die Liebe meines Lebens? Auf der anderen Seite denke ich aber, würde das Leben seinen Reiz und seine Spannung verlieren, wenn wir bereits wüssten, was passieren wird. Das wäre etwa so, als würde man ins Kino gehen, um sich dort einen spannenden Film anzusehen, den neuesten Science Fiction oder den neuen Hobbit-Film. Und bevor der Film anfängt, erzählt ihnen jemand die Handlung und das Ende des Films. Da ist doch der ganze Spaß weg. Warum also im Voraus wissen wollen, was passiert? Vielen Menschen geht es sich dabei auch um eine Art Sicherheit, die ist aber leider futsch, wenn die Vorhersage sich als falsch erweist.
 
Es ist schon eine spannende Frage ob es denn überhaupt möglich ist, in die Zukunft zu blicken. Nun, mit den Sternen, Karten, Handlesen oder einen Blick in die Glaskugel sicher nicht, das ist Aberglaube. Aber mit wissenschaftlichen Methoden gelingt es uns, für eine begrenzte Zeit in die Zukunft zu blicken, was uns der tägliche Wetterbericht zeigt. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie genau die Wetterprognose für den nächsten Tag und in gewissen Grenzen auch für die übernächsten Tage geworden ist. Wie sehr der neuen Supercomputer des Deutschen Wetterdienstes DWD die Wetterprognosen verbessern wird, zeigt sich sicher bald im neu begonnenen Jahr.
 
In die nahe Zukunft blicken können auch die Astronomen und Weltraumforscher. So fällt es uns relativ leicht, die Positionen der Planeten unseres Sonnensystems vorher zu bestimmen - und zwar, weil wir die Himmelsmechanik sehr gut beschreiben können. So können wir uns darauf freuen, in diesem Jahr die Planeten Jupiter, Mars, Merkur und Venus sowie den Saturn besonders gut sehen zu können. Die Himmelsmechanik hilft uns auch, zu bestimmen, wo unsere Raumsonden gerade sind.
 
Das wird besonders wichtig am 20. Januar 2014, wenn hoffentlich der europäische Kometenjäger Rosetta aus seinem zweijährigen Tiefschlaf erwacht. Um 10 Uhr am Vormittag dieses Montags soll es soweit sein. Ob das geklappt hat, wird man im Europäischen Raumflugkontrollsystem ESOC in Darmstadt allerdings erst am Abend erfahren. Im Januar 2014 soll auch der europäische Astronomiesatellit Gaia seinen Beobachtungsort erreichen und seine fünf Jahre andauernde Mission beginnen. Mit Alexander Gerst wird im Mai 2014 wieder ein deutscher Astronaut zur Internationalen Raumstation ISS fliegen und dort für sechs Monate leben und arbeiten.
 
Zum Schluss möchte ich hier noch einen Blick in die Zukunft werfen und der Frage nachgehen, was Sie hier 2014 lesen werden. Über Aktuelles aus der Astronomie und Raumfahrt möchte ich Ihnen hier weiter berichten, Ihnen von eigenen Beobachtungen erzählen und Sie zum Blick an den Himmel animieren. Ich möchte Ihnen auch die Sternwarten in der Region vorstellen. Wie schon im letzten Jahr wird es auch Beiträge über Science Fiction und skeptische Themen geben. Ich möchte Sie auch gerne einladen, mir Fragen zu stellen und über meine Beiträge zu diskutieren.
 
Freuen wir uns auf ein tolles und spannendes neues Jahr 2014.

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