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Sternzeit

Von Mein Leben lang sammle ich Weltraummodelle. Bald öffnet mein Museum.
So ein wenig fühlte Blogger Oliver Debus sich wie Bilbo Beutlin im Kinofilm «Der Hobbit», als er seinen größten Schatz fand. Foto: James Fisher/Warner Bros, dpa Bilder > So ein wenig fühlte Blogger Oliver Debus sich wie Bilbo Beutlin im Kinofilm «Der Hobbit», als er seinen größten Schatz fand. Foto: James Fisher/Warner Bros, dpa
„Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein.“ Science Fiction Fans werden bei dem Satz ins Schwärmen kommen und sich an die liebevoll gemachte, wohl beste deutsche Science Fiction Serie im Fernsehen erinnern. Raumpatrouille Orion mit dem unvergesslichen Dietmar Schönherr als Commander McLain und Eva Pflug als Sicherheitsoffizier Tamara Jagellovsk. Am 17. September 1966 startete die Orion zu ihrem ersten spektakulären Raumflug in der ARD. Es war die Zeit, in der sich die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion ein Wettrennen in den Weltraum lieferten und die amerikanische Raumfahrtagentur NASA am Apollo-Programm arbeitete, um bis zum Ende der 1960'er Jahre Menschen auf den Mond und wieder zur Erde zurück zu bringen. Just in diese Zeit wurde ich hinein geboren und es ist vielleicht ein Wink des Schicksals, dass meine Ankunft auf diesem Planeten mit der Rückkehr der Astronauten James McDivitt, David Scott und Russell Schweikart zusammenfällt. Die drei Astronauten waren mit der Apollo 9 Mission vom 3. März bis zum 13. März 1969 in der Erdumlaufbahn und testeten die Mondlandefähre in der Umlaufbahn, sowie das An- und Abkoppeln der Fähre an die Apollokapsel.

Kein Wunder also, dass ich ein so begeisterter Raumfahrtfan geworden bin, es ist mir schließlich in die Wiege gelegt worden. Aber das allein hätte wohl nicht gereicht. Nur gut, dass es zehn Jahre nach der Mondlandung die ersten Weltraummodelle von Lego gab, die ich mit großer Begeisterung sammelte und mit denen ich meine ganz eigenen „Forschungsreisen“ in die tiefen des Weltraums unternahm, natürlich von einer Weltraumbasis aus. Im Laufe der Zeit kamen weitere Modelle hinzu, vor allem Modellbausätze, die reale Raumfahrzeuge der amerikanischen bemannten Raumfahrt zeigen. Da war auch manchmal Glück dabei. So fand ich ein Modell der Saturn V Rakete in einem Frankfurter Modellbauladen in der Nähe des Zoos. Im gleichen Laden, recht versteckt, wartete auch ein Modell der Vostok 1, die Kapsel mit der Juri Gagrin 1961 seinen historischen Raumflug um die Erde durchführte. So ein wenig kam ich mir vor wie Bilbo Beutlin, als er den einen Ring fand. Ja, diese Modell ist mein Schatzzz.

Über das Internet fanden dann sogar Modelle den Weg zu mir, die die Ideen der Raumfahrtpioniere der 1950er zeigten. Doch was macht man mit all den Modellen? Sie in irgendwelchen Kisten oder Vitrinen verstauben zu lassen, dafür waren sie zu schade. Daher  hatte ich früh die Idee, mit ihnen die Raumfahrt zu erklären und sie auch auf Ausstellungen zu zeigen. In der Volkshochschule Bad Homburg zeigte ich Modelle aus der Geschichte der Mondlandung von der V2- bis Apollo 11 und über die Geschichte des Space Shuttles. Auf der Frankfurter Yuris Night 2011 zeigte ich Modelle von Sputnik bis zur ISS.
 
Aber auch das war für mich nie wirklich befriedigend. Ich träumte von einem Weltraummuseum, in dem ich die Astronomie und die Raumfahrt darstellen könnte und auch einen Blick in die Zukunft werfen wollte. Das Märchen von Morgen sollte die fiktive Mondbasis Luna sein, errichte in unmittelbarer Nähe der Statio Tranquillitatis, dem Landeplatz von Apollo 11. Zukünftige Mondtouristen könnten dort das Mondbasis Luna Weltraummuseum besuchen. Doch zunächst einmal entstand ein erster Vorläufer 2007 in meiner damaligen Wohnung, mit einem großen Legomodel einer Mondstation sowie zahlreichen Modellen aus der Raumfahrtgeschichte.
 
Doch jetzt entsteht das Museum neu und größer in Bad Homburg. Etwas mehr als 40 Quadratmeter wird es groß werden. Es wird eine Raumfahrtabteilung geben, in der die Geschichte der Raumfahrt von der V2 bis heute und darüber hinaus in Modellen und Dioramen erzählt wird. Die Mondbasis Luna wird dann in eine Mondlandschaft eingebettet sein. Das Sonnensystem wird in stark verkleinerten Maßstab begehbar sein. Eine eigene Abteilung wird der Astronomie gewidmet sein, so kann man in einem Miniplanetarium die Sternhimmel bestaunen. Später dann soll es auch eine kleine Sternwarte geben, dort wo heute schon meine Teleskope ihren Raum gefunden haben. Es wird Spannendes zu entdecken geben.
 
Ab dem 5. April 2014, so meine Planung, wird das Museum dann für die Öffentlichkeit zu besichtigen sein. Dann können Interessenten nach Terminvereinbarung das Museum besuchen. Mehr dazu wird es bald auf meiner Webseite astronomieschule.de zu lesen geben.
Ich freue mich auf ihren Besuch.

Ihr Sternzeitblogger Oliver Debus   

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