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Sternzeit-Blog

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„Kamera läuft, Ton ab und Aktion“, schnell von der Kamera weg und auf meinen Stuhl gesetzt und dann geht’s los. „Meine Damen und Herren, liebe Sternfreunde, herzlich willkommen zu unserem Video „Der Sternhimmel im Frühjahr“, spricht mein Astrokollege und Freund Joachim Labudde. Konzentriert sitze ich neben ihm und warte auf meinen Einsatz. Jetzt wird er wahr, mein kleiner Traum einer eigenen kleinen Videoreihe über den nächtlichen Sternhimmel.

Bereits seit gut vier Jahren reifte diese Idee in meinem Kopf und jetzt sollte aus der Vision Realität werden. Nostalgie spielt da auch ein große Rolle. Ich erinnere mich heute noch sehr gerne an die Mitte der 1980er Jahre, als ich, damals 14 Jahre alt, in der Volkshochschule Bad Homburg einen Astronomiekurs für Anfänger mitmachte. Geleitet wurde der Kurs damals von Joachim Labudde. Bei diesem Kurs blieb es natürlich nicht und es war mein Einstieg in die astronomische Volksbildung. In der Zeit produzierte der NDR die monatliche Sendung „Der Sternhimmel im...“ moderiert von Dr. Erich Übelacker, der von 1975 bis 2000 das Hamburger Planetarium leitete. Besonders beeindruckt hat mich in der Sendung immer die große drehbare Sternkarte, die das Studio beherrschte und an der Dr. Übelacker den sichtbaren Sternhimmel und den Lauf der Planeten durch den Tierkreis zeigte.



Schade, dass es solch einfach produzierte Sendung heute nicht mehr gibt.

Warum das eigentlich nicht selber machen? Am Sternhimmel kenne ich mich aus und habe auch schon einige Vorträge über den Sternhimmel in den verschiedenen Jahreszeiten gehalten. So schwer kann das gar nicht sein. Das dachte ich zumindest in meinem jugendlichen Leichtsinn. Zumal ich schon einige Erfahrung mit der Produktion von Filmen gesammelt hatte. Als Jugendlicher drehte ich zusammen mit einem Freund verschiedene Filme und wir setzten dabei sogar diverse Tricktechniken ein. Erfahrungen vor der Kamera habe ich ebenfalls schon gesammelt, zum Beispiel durch meine Auftritte in Beiträgen des HR Boulevardmagazins Maintower. Letztmalig stand ich 2012 vor der Kamera, als mich der Reporter Achim Winter für das ZDF über den 21.12.2012 befragte. Wer sich noch erinnert, an diesem Tage sollte der Maya Kalender enden und manche Menschen befürchteten den Weltuntergang, andere wiederum erwarteten den Aufstieg in die 5. Dimension. Irgendwie ist beides bis heute ausgeblieben.

Mit dieser Erfahrung ausgestattet ging ich ans Werk. Erst mal die Ideen in einem Konzept festhalten, nichts leichter als das. Dann stellt sich die Frage nach der Technik. Eine Kamera musste her, sowie Licht und Ton, ein kleines Studio mit Bluescreen wäre schön. Puuh, noch was auf der Wunschliste? Die Aufnahmen kann man ja heute ganz leicht am Computer zusammenschneiden und abmischen, dazu gibt es tolle Programme. Ganz alleine wollte ich das aber nicht machen, also fragte ich meinen Freund Joachim, ob er nicht mitmachen wollte, zumal er eine große Erfahrung mit der Produktion von Ton-Dia-Schauen hatte. So setzten wir uns zusammen und er schrieb ein Skript für unser erstes Video „Der Sternhimmel im Frühling 2014“.
 
Danach ging es in, das zum Studio umgebaute Wohnzimmer zum Test. Zwei Tage später dann wurde es ernst mit den Aufnahmen. Es sei hier verraten, dass auch zwei alte Hasen sich mal verhaspeln und es den ein oder anderen lustigen Versprecher gab. Zwei Durchgänge, einige Zusatzeinstellungen nahmen wir auf. Dann ging es an die Postproduktion. Das war dann doch aufwendiger als gedacht, zumal ich es mal wieder besonders gut haben wollte, doch zum Glück wurde ich gebremst. Mit dem Planetariumsprogramm Stellarium wurde der Sternhimmel animiert und gefilmt. Ein kleines Musikstück wurde auch komponiert und das ganze dann zusammengestellt und abgemischt. Mittlerweile war wieder einige Zeit vorbei.
 
Bevor nun aber der Film auf YouTube veröffentlicht wurde, setzten wir uns nochmal zusammen und schauten uns das Ergebnis am Fernseher an. Gut gelungen, befanden wir beide, auch wenn ich sagen muss, dass ich mir nicht so ganz gefalle. Aber es sollte ja noch etwas Raum für Verbesserungen da sein.
Der nächste Film ist selbstverständlich schon im Entstehen.

Hier können Sie sich den Film „Der Sternhimmel im Frühling 2014“ ansehen und mir Ihre Meinung sagen. Ich freue mich auf ihre Anregungen.

Ihr Sternzeitblogger Oliver Debus  


 
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