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Neulich im Supermarkt

Nein, hier geht es nicht um anzügliche Dinge, die sich auf irgendwelchen Autobahn-Parkplätzen abspielen (jetzt aber trotzdem bitte weiterlesen).
Hier geht es ums Gerangel, Geschiebe, um die Suche oder einfach um Erlebnisse auf dem Supermarkt-Parkplatz. Jeder von uns hat da so seine Erfahrungen gemacht. Beispielsweise mit einem Knollen, weil der eigene Wagen viel zu lange auf dem markteigenen Parkplatz gestanden hat.

Damit sind wir auch schon frontal eingestiegen ins Thema. Der Parkplatz eines Supermarktes ist nun mal Privatbesitz und keine öffentliche Fläche. Wer daher dort sein Auto abstellt, sollte das einzig zum Zweck des Einkaufens. Jeder Supermarktbetreiber darf Fahrzeuge, die mehrere Tage dort parken, abschleppen lassen oder die Halter sogar anzeigen, er darf außerdem jederzeit einen privaten Wachdienst beauftragen, für die Räumung des Platzes zu sorgen.

Einige Supermärkte haben ihre Parkplätze sogar grundsätzlich zur gebührenpflichtigen Nutzung verpachtet, so dass dort ein privater Ordnungsdienst aktiv wird. Dieser kann dann sogar erhöhte Gebühren verlangen, wenn ein Auto längere Zeit dort geparkt ist – oder das Fahrzeug abschleppen lassen. Letztlich sind solche Forderungen vor Gericht aber meist nur schwer durchsetzbar, wenn gewisse Voraussetzungen fehlen. So muss ein Schild deutlich und gut lesbar auf die Gebühren hinweisen, und diese dürfen die städtischen Sätze nicht überschreiten. Liegt bereits eine Forderung vor, so sollte der Betroffene kontrollieren, ob ihm „Abschleppvorbereitungen“ in Rechnung gestellt worden sind. Die werden nämlich erst dann fällig, wenn der Wagen tatsächlich abgeschleppt worden ist.

Ist auf dem Schild, das den Supermarkt-Parkplatz kennzeichnet, der Vermerk „Kundenparkplatz (…)  Hier gilt die StVO“ zu finden, so herrscht natürlich auch die Regel rechts vor links. Häufig ist sogar eine Höchstgeschwindigkeit festgeschrieben, die gewöhnlich  bei 10 km/h liegt. Also Obacht beim Herumfahren.

Ohnehin stammt so manche Macke an unseren Blechkarossen von Unachtsamkeiten beim Ein- und Ausparken oder Be- und Entladen auf einem Supermarkt-Parkplatz. Woher stammen Beule oder Kratzer? Mütter mit Kindern trifft häufig ein argwöhnischer Blick: Hat der Kleine gerade die Tür gegen den nebenan geparkten Wagen gehauen? Oder hat die Dame beim Einsetzen ihres Babys auf den Kindersitz die Tür an meinen Wagen geschlagen? Oder war’s die Seniorin da in ihrem alten Auto, die rückwärts fuhr, ohne zu schauen?

Wie auch immer – solche Geschehnisse sind kaum vermeidbar. Deshalb stellt sich der Kunde mit seinem Wagen lieber ganz an den Rand des Parkplatzes, dorthin, wo noch kein anderes Auto steht. Leider scheint es ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass sofort unmittelbar darauf der nächste Kunde direkt daneben parkt. Irgendwie unerklärlich…
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