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Neulich im Supermarkt

Von Wer sich nicht bücken und recken kann, kommt nicht an die preiswerte Ware ran. Senioren müssen das teuer bezahlen.
Wir alle werden mal alt. Wenn wir dann noch selbst einkaufen können und sich in unseren Supermärkten bis dahin nichts geändert hat, werden wir uns schwer ärgern. Weil der Einkauf für uns dann deutlich teurer werden kann. Wie das?
Sicher hat schon jeder beim Einkaufen gemerkt, dass die teureren Produkte fast immer in Augenhöhe stehen. Da fällt es älteren Menschen nicht schwer, zuzugreifen. Oder sagen wir besser: Es fällt Ihnen deutlich schwerer, die Ware von dort zu holen, wo sie günstiger ist: von den unteren Regionen des Warenregals. Das ist ein echtes Handicap für manchen Senior. Von weit oben im Regal mag es den älteren Damen und Herren noch schwerer fallen, zum Beispiel mal eine Flasche Wein herunterzunehmen und in den Einkaufswagen zu stellen.
Also landen nur noch die teuren Produkte im Einkaufswagen. Oder im Körbchen des Rollators (ist ja eine Möglichkeit). Die preiswerten Angebote fallen den älteren Damen und Herren erst gar nicht ins Auge.

Stellen wir uns nur mal das Heer der Senioren vor, das sich bald aus den geburtenstarken Jahrgängen die Ehre geben wird. Das wird ein Heulen und Zähneknirschen in den Supermärkten ;-)  Wie lässt sich darauf antworten? Mit einem Senioren-Einkaufstag, für den die Ware in den Regalen einfach etwas umgeräumt wird? Ganz schön aufwendig. Der ein oder andere Markt wird vielleicht eine Seniorenecke einrichten, in der es noch Kaffee und Kuchen gibt. Alles denkbar.

Vermutlich kommt jedoch mehr Technik ins Spiel. Sich per Knopfdruck anzeigen lassen, was es im unteren Bereich des Regals so gibt und sich mit einem weiteren Knopfdruck das Gewünschte nach oben liefern lassen. Wie wäre es denn alternativ mit einer Stellwand, die sich mit einem Touchscreen und/oder per Sprachbefehl bedienen lässt, an der man die Ware aussuchen, im Lager zusammenstellen lassen kann und die dann in einem Wägelchen automatisch zum Kunden fährt?  Zu teuer? Zu aufwendig?

Dann würden die Kosten mal wieder beim Kunden hängenbleiben. Dann, wenn den älteren Herrschaften nur übrigbleibt, jemanden an ihrer Stelle zum Einkaufen zu schicken. Praktisch, wer es sich leisten kann. Besser wäre jedoch: Die Supermärkte beliefern ihre Senioren zuverlässig und umgehend. Schließlich gibt’s Internet, wo sich trefflich einkaufen lässt.

Denkt einfach an die Kunden von morgen. Dazu gehören auch die Älteren. 
 
 
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