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Supermarkt-Blog

Von Begleiten Sie mich auf eine Reise in die Zukunft des Einkaufens.
Künftig wird das iPad nicht nur zum Lesen und für soziale Netzwerke genutzt werden, sondern auch zum Einkaufen im Supermarkt, glaubt unser Blogger Peter Schmitt. (Foto: Archiv) Künftig wird das iPad nicht nur zum Lesen und für soziale Netzwerke genutzt werden, sondern auch zum Einkaufen im Supermarkt, glaubt unser Blogger Peter Schmitt. (Foto: Archiv)
Peter Schmitt ist Chef vom Dienst der FNP, sowas wie das Mädchen für alles. Angst hat er deshalb nur vor wenigen Dingen. Aber der Gang durch den Supermarkt kann ihn schon mal stressen.

 
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Wie werden wir in 20 oder 30 Jahren einkaufen? Die technische Entwicklung wird auch den Gang durch den Supermarkt revolutionieren. Tante Emma-Laden an der Ecke? Der wird kaum überleben (können), dafür wird der Kunde künftig mit Informationen erschlagen. Versuchen wir uns an einer Skizze.
 
Ein Touch-Pad wird uns künftig auf dem Weg durch die Regale begleiten, auch PSA, Personal Shopping Assistant, genannt. Dieses Gerät befestigen wir am Einkaufswagen und können sofort ablesen, ob Milch, Käse und Fleisch gerade im Angebot sind. Meinen Einkaufszettel kann ich dabei gleich, sofern er elektronisch erstellt ist, in den PSA importieren, und das Gerät navigiert mich dann die Regale entlang. Kaufe ich in meinem Stamm-Supermarkt ein, habe ich im PSA vielleicht sogar noch meine letzte Einkaufliste oder diverse Favoriten hinterlegt.
 
Elektronische Preisschilder zieren künftig die Warenregale. So lassen sich Preisänderungen flexibel nach Tageszeit oder Nachfrage computergesteuert anpassen. Geht ein Produkt zur Neige, wird das mittels Sensoren erkannt, nachgeordert und neu aufgefüllt. Beim Obst und Gemüse erkennt eine Kamera automatisch, welches Produkt ich gewählt habe und gibt den Preis beim Wiegen entsprechend an; das umständliche Suchen aus einer Liste entfällt.
 
Auf Knopfdruck kann ich an der Fleischtheke gleich mein Steak vorbestellen, das mit einem individuellen Code versehen an einem speziellen Platz abgelegt wird, an dem ich die Ware später nur noch abholen muss. Lästiges Anstehen ist passé (hoffentlich). Mit dem PSA scanne ich alle Produkte gleich in eine Preisliste ein und habe so immer im Blick, was ich gerade ausgebe. Das Gerät versorgt mich auf Wunsch auch mit Informationen über eine Ware: Wo kommt der Wein her, sind die Äpfel heimisch, ist die Frikadelle wirklich vegan oder enthält das Müsli irgendwelche Nüsse, auf die ich allergisch reagiere? Wer sich keinen PSA gegriffen hat, kann solche Infos auch an diversen Terminals innerhalb des Marktes abfragen, häufig aufbereitet in Form kurzer Videos.
 
Künftig muss ich im Supermarkt häufiger Videowerbung ertragen. Das Gedudel und die Durchsagen aus den Lautsprechern mischen sich mit den „Infomercials“. Die Planer müssen aufpassen, den Kunden hier nicht mit Eindrücken zu überfordern. Einkaufen muss als angenehm und nicht als lästige Arbeit empfunden werden, alles muss leicht von der Hand gehen.
 
Das gilt auch fürs Bezahlen an der Kasse, das uns heutzutage immer wieder auf die Nerven geht. Wer selbst eingescannt hat, zahlt den Betrag an der Kasse, ohne den Einkaufswagen noch einmal ausräumen und die Waren aufs Band legen zu müssen. Sehr praktisch. Fragt sich nur, inwieweit die Marktleiter uns, den Kunden, auch vertrauen. Aber sie sparen mit dieser Methode Personal ein, da der Kunde die Arbeit des Kassierers übernimmt. Und ja – wer ein Kundenkonto hat, zahlt natürlich bargeldlos und erhält obendrein einen Rabatt. Ansonsten steht an allen Kassenterminals ein Helfer bereit, wenn es Probleme geben sollte oder mal nachgeprüft werden muss.
 
Schöne neue Einkaufswelt? Freue mich auf Kommentare!
 
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