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Supermarkt-Blog

Von Im Supermarkt wird gestritten, gelacht und geliebt - ganz großes Kino!
Was erleben die Menschen im Supermarkt? Unser Blogger Peter Schmitt empfiehlt, mal mit offenen Augen durch die Gänge zu gehen. (Symbolbild: dpa) Was erleben die Menschen im Supermarkt? Unser Blogger Peter Schmitt empfiehlt, mal mit offenen Augen durch die Gänge zu gehen. (Symbolbild: dpa)
Peter Schmitt ist Chef vom Dienst der FNP, sowas wie das Mädchen für alles. Angst hat er deshalb nur vor wenigen Dingen. Aber der Gang durch den Supermarkt kann ihn schon mal stressen.

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Einmal durch den Supermarkt spazieren, ohne einkaufen zu gehen. Einmal die Augen schweifen lassen, wer dort auf welche Weise einkauft. Manchmal ist das wie großes Kino.
 
Da ist die Dame im blauen Wollpullover und mit roter Wollmütze, die wie versteinert mitten in der Gemüsesektion stehenbleibt, den Blick starr auf die Kartoffeln gerichtet, ihren Einkaufswagen quergestellt zwischen Salat- und Apfelmulde, so dass der übrige Verkehr sich erst mühsam drumherumquälen muss.
 
Ein Paar gerät an der Wursttheke heftig in Streit, brüllt sich an und verschreckt das umstehende Publikum.
 
Einige Gänge weiter hat ein etwa sechs Jahre altes Mädchen damit begonnen, nach Herzenslust ein Süßigkeitenregal auszuräumen. Irgendwann kriegt’s der Papa mit und stoppt die Kleine. Fragt sich nur, warum der Mann im Tarnanzug einkaufen geht. Vielleicht ja mal was anderes als Turnanzug.
 
Die Schlange an der Kasse will nicht kürzer werden. Eine junge Frau widmet sich weiter ihrem Telefonpartner, anstatt den fragenden Blick der Kassiererin zu beantworten, und quatscht auch dann noch weiter laut ins Smartphone hinein, als sie bezahlen soll. Geld rübergeschoben, Wechsel kassiert und dabei weiterpalavert. Sehr höflich.
 
Der Nächste ist an der Reihe. Ein bärtig-ungepflegter Mann im Parka schlurft ans Kassenband und schiebt sechs Dosen Katzenfutter heran. Beim Fischen nach Geld wird’s noch haariger: Im Portemonnaie befindet sich ausschließlich Kleingeld, das der Katzenliebhaber (wenn er’s denn ist) Münze für Münze aufs Kassenband zählt. Am Ende fehlt Geld. Fragende Blicke zur Kassiererin. Die schaut zurück: „Da fehlt noch was.“ Die Antwort ist ein Blick zu den Wartenden. Von denen erbarmt sich aber niemand. Der Bärtige fummelt also weiter in seinen Taschen herum, bis nach und nach weitere Münzen ans Licht kommen. Aha, es reicht doch.
 
Der nächste Kunde darf bezahlen und beeilt sich, die Kassiererin zu beruhigen: „Keine Angst, ich bring jetzt nicht auch noch Kleingeld mit.“ Da antwortet die Frau in Nullkommanix: „Ich habe keine Angst.“ Und der Mann versteht sofort: Wahrhaftig, als Supermarkt-Kassierer(in) musst du eine Menge aushalten können.
 
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