Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Supermarkt-Blog

Von Wer Supermarkt-Stress vermeiden will, bestellt seine Lebensmittel online – und das macht gar nicht satt und glücklich….
Endlich mal nicht Schlange an der Kasse stehen, mal nicht quengelnde Kinder erdulden müssen, Tüten und Getränkekästen schweißtreibend schleppen oder einen Parkplatz suchen: Wir kaufen stattdessen online im Supermarkt ein, ganz bequem vom heimischen Sofa aus, vom sommerlichen Balkon oder der Terrasse. So einfach soll es jedenfalls sein, versprechen uns Rewe, Edeka, allyouneed.com, lebensmittel.de, mytime.de, Amazon und Co.

Tatsächlich haben vor allem die Marktführer ihre Webseiten für den Online-Einkauf ordentlich aufgerüstet. Die Ware wird fast durchweg optisch ansprechend angeboten, die Bilder der Schnäppchen der Woche segeln gleich ganz oben in die Website hinein. Einfach aussuchen und mit einem Klick in den Warenkorb legen. In den meisten Fällen muss sich der Kunde registrieren lassen und ein Onlinekonto anlegen. Bezahlen und die Lieferung aufgeben ist so ratzfatz erledigt.

Und wie lange muss ich auf meine Bestellung warten? Tja, das ist eine heikle Frage. Eine Lieferung bis an die Haustür dauert fast durchweg einen Tag, manchmal sogar deutlich länger, wie die „Computerbild“ in ihrem Test herausgefunden hat.

Ist die Ware immer okay? Nun gut, in den meisten Fällen ist sie nicht zu beanstanden. Niemand freut sich, wenn seine Lieferung angefaultes Obst oder Frischware ohne Etikett enthält. Woher sollen wir sonst wissen, ob das Fleisch auch wirklich bio und noch haltbar ist? Die Online-Tester mussten leider solche Erfahrungen machen.

Die Päckchen mit den Lebensmitteln werden zu den üblichen Zeiten der Zusteller (DHL, Hermes, Deutscher Paketdienst etc.) geliefert. Wer dann nicht zu Hause ist – wie fast jeder Berufstätige – und auf verderbliche Ware wie Obst, Gemüse oder Speiseeis wartet – Pech gehabt. Tiefkühlware versehen die Online-Versender in aller Regel aufwendig mit Kohlendioxidpacks, deren Temperatur bei minus 80 Grad liegt. Die Packs sollen Tiefkühlfisch oder Speiseeis gefroren halten. Schließlich kann es mitunter passieren, dass solch ein Paket mehrere Tage unterwegs ist.

Manchmal kommt eine Bestellung auch erst in mehreren Lieferungen beim Kunden an. Ärgerlich, denn der Adressat muss für jede Einzellieferung weitere Transportkosten bezahlen. Nochmals wird es ärgerlich, wenn er sich durch Berge von Verpackungsmüll kämpfen muss. Ein Punkt, den die Tester ebenfalls beanstandeten.

Ein Klick in die Märkte meiner Umgebung macht mir klar: Ich müsste noch dichter an der Stadt wohnen, um vom Online-Einkauf wirklich zu profitieren. Wer weiter außerhalb wohnt, muss oft genug länger auf seine Bestellung warten als Städter. Schon deshalb ist der Online-Einkauf nichts für akut Hungrige.
Ein Supermarkt in meiner Nähe, tegut, ist noch nicht mal auf den Online-Bestell-Zug für Lebensmittel aufgesprungen, während er auf seiner Webseite hingegen jede Menge Non-Food-Artikel zum Direktkaufen anbietet. Tegut verspricht jedoch, Lebensmittel nach Hause zu liefern. Das Prozedere mutet allerdings altmodisch an: Ich muss zuvor selbst im Markt eingekauft haben. Den gefüllten Warenkorb soll ich im Markt zurücklassen, damit mir die Einkäufe anschließend gut verpackt nach Hause gebracht werden. Geht’s noch?
 
„Computerbild“ kommt jedenfalls zu dem Ergebnis: Online-Supermärkte sind noch keine Gefahr für den Laden um die Ecke. Die Anbieter sind viel zu teuer, der Verpackungsmüll ist eine ökologische Katastrophe und der Versand oft unflexibel.
Dann nehme ich also doch lieber quengelnde Kinder und schwere Tüten in Kauf. Einen geschlagenen Tag oder noch länger will ich auf meine Einkäufe auf keinen Fall warten. Aber halt, da gibt es doch – vor allem in Großstädten – auch freie Anbieter, die für einen Betrag zwischen 5 und 10 Euro auf Bestellung für mich einkaufen. Käme auf einen Versuch an. Hier muss jeder selbst seine Erfahrungen sammeln, ob die Lieferanten schnell und zuverlässig sind.

 
Die Meinungen unserer Blogger sind Privatsache und spiegeln nicht die Haltung der FNP wieder. Diskutieren Sie mit unseren Bloggern! Wenn Sie sich noch nicht registriert haben, können Sie das kostenlos nachholen: Klicken Sie dafür einfach unter dem Kommentarfeld am Seitenende auf den beige hinterlegten Reiter „Für nicht registrierte Nutzer“. Dort können Sie sich ganz unkompliziert mit einem Benutzernamen Ihrer Wahl, einem Passwort und Ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Sie nur noch anklicken müssen – und schon können Sie kommentieren. Natürlich werden Ihre persönlichen Daten nur intern verwendet und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Unsere Blogger freuen sich auf Ihre Beiträge!
 
 
Zur Startseite Mehr aus Peter Schmitt - Supermarkt-Blog

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse