Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Auszeit-Blog

Von Heute neu: Online-Shopping könnte so einfach sein. Aber nein, natürlich nicht!
Online-Shopping könnte so einfach sein - wenn das Bestellte nicht geliefert werden müsste ... (Symbolbild: dpa) Online-Shopping könnte so einfach sein - wenn das Bestellte nicht geliefert werden müsste ... (Symbolbild: dpa)

Manche Frauen erholen sich beim Einkaufen – ich habe nie verstanden, warum. Schließlich bedeutet Einkaufen meistens, sich im Geschäft zwischen zwei unpassenden Varianten zu entscheiden zu müssen. Weil das, was man wirklich möchte, entweder gerade nicht modern oder total angesagt und daher schon vergriffen ist. Deswegen versuche ich es mal mit Online-Shopping.
 
Es fängt gut an. Ich bin auf keine Verkäuferin angewiesen, die meine Frage nach einem bestimmten Artikel mit dem patzigen Satz beantwortet: "Nur das, was da ist." Ich sehe das gesamte Angebot auf einer übersichtlichen Seite, finde schnell etwas, kann selbst als Technikmuffel leicht und unkompliziert bestellen. Das war der gute Teil.
 

Denn der Haken am Online-Shopping ist: Das Bestellte muss leider auch geliefert werden. Und da kommen die Paketdienste ins Spiel. Sie bringen die Waren grundsätzlich nur dann, wenn ein berufstätiger Empfänger unmöglich zu Hause sein kann. Ist das auch Blödsinn, hat es doch Methode.
 
Ein Paketdienst – ups, jetzt hätte ich ihn fast genannt – lässt sich grundsätzlich nicht auf Terminvereinbarungen ein und liefert keinesfalls samstags. Ich musste mir schon Pakete zur Arbeit schicken lassen, wo sie dann durch verschiedene Abteilungen wanderten und Kollegen verblüfften. Der Götterbote eines anderen Paketdienstes wirft grundsätzlich keine Benachrichtungszettel ein. So kam es, dass ein Geburtstagspäckchen einst drei Wochen lang in einer Reinigung auf mich wartete, bis es an den Absender zurückgeschickt wurde. Nicht etwa zur Säuberung - die Reinigung war ein gut versteckter Shop des Paketdienstes. Und ein dritter Paketdienst weist einen per Zettel an, das Päckchen in einer weit entfernten Postfiliale abzuholen – oder bei einem Nachbarn, der garantiert die nächsten 14 Tage im Urlaub ist.
 
Diesmal aber habe ich Glück. Nachdem ich beim ersten Zustellversuch naturgemäß nicht daheim war, sehe ich den Paketboten am nächsten Tag zufällig am anderen Ende der Straße. In einem Sprint, den ich mir selbst gar nicht zugetraut hätte, hole ich ihn ein. Mit hechelnder Zunge, aber gerade noch fähig zur Artikulation frage ich ihn nach dem Paket mit meiner Online-Bestellung. Er überreicht es mir – und ich bin erschöpfter als nach jedem Shoppingtag in der Stadt. Natürlich würde ich die im Internet bestellten Waren selbst bei groben Fehlkäufen niemals reklamieren oder zurückschicken. Für eine zweite Paketzustellung habe ich einfach keine Kraft mehr.

Diskutieren Sie mit unserer Bloggerin! Wenn Sie sich noch nicht registriert haben, können Sie das kostenlos nachholen: Klicken Sie dafür einfach unter dem Kommentarfeld am Seitenende auf den beige hinterlegten Reiter „Für nicht registrierte Nutzer“. Dort können Sie sich ganz unkompliziert mit einem Benutzernamen Ihrer Wahl, einem Passwort und Ihrer E-Mail-Adresse anmelden. Anschließend erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink, den Sie nur noch anklicken müssen – und schon können Sie kommentieren. Natürlich werden Ihre persönlichen Daten nur intern verwendet und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben. Unsere Blogger freuen sich auf Ihre Beiträge!
Zur Startseite Mehr aus Pia Rolfs - Auszeit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse