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Auszeit-Blog

Von 2014 soll alles anders werden. Dafür muss ich mich schon jetzt stärken.
Schnell nochmal zugreifen... Denn 2014 soll alles anders werden! (Foto: dpa) Schnell nochmal zugreifen... Denn 2014 soll alles anders werden! (Foto: dpa)
Die Zeit zwischen den Jahren hat einen tieferen Sinn. Denn in diesen Tagen kann man ganz entspannt gute Vorsätze fassen, während man noch sündigt.

So sage ich mir aus dem weihnachtsrunden Bauch heraus: Nächstes Jahr wird nicht mehr so viel gegessen. Oder nur noch gesund. Oder weniger Süßigkeiten. Oder möglichst fleischlos. Oder ich trinke wenigstens keinen Alkohol dazu. All diese Gedanken fallen jetzt leicht, jedenfalls leichter als das Aufstehen vom Sofa.

Weil ich dennoch Kraft für die genaue Ausformulierung des guten Vorsatzes brauche, greife ich noch einmal zum Lebkuchen. Dann leere ich ein vergessenes Türchen des Adventskalenders und spüle das letzte Stück Stollen mit einer Tasse Kakao herunter.  Denn damit ich im nächsten Jahr durchhalte, darf ich keine Versuchungen übrig lassen. Deswegen muss aus Pflichtgefühl auch die Schokolade noch aufgegessen, die Weinflasche ausgetrunken und die Keksdose  geleert werden.  2014, das Jahr der neuen Existenz, ist noch ungefähr drei Schokoladen-Nikoläuse und 15 Kokosmakronen entfernt.

Was aber mache ich mit der gewonnenen Freizeit, die durch den Wegfall von Zwischenmahlzeiten entstehen wird?  Das will gut überlegt sein.  Am besten, ich stürze mich in hektische und möglichst sinnlose Aktivitäten.  Muße weckt nämlich nur das Bedürfnis nach Genuss und lässt Zeit zum Nachdenken über den Süßigkeiten-Entzug. Außerdem ist  meine „Auszeit“ 2013 manchmal ziemlich stressig geworden, hat meinen natürlichen Tatendrang empfindlich gestört. Deswegen blogge ich im nächsten Jahr erst einmal nur noch alle vier Wochen. Mehr Erholung ist mir einfach zu anstrengend.

Und außerdem will ich mich 2014 zu einem besseren Menschen entwickeln. Toleranter sein, nachsichtiger werden statt noch weitsichtiger - und mich weniger ärgern. Am besten, ich übe schon mal, indem ich ein riesiges Stück Baumkuchen verputze und mir gleich darauf großzügig  verzeihe. Na bitte, wer sagt’s denn . Es funktioniert schon.

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