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Auszeit-Blog

Von Hilfe, ich faste - und kann die süße Rache meines Körpers kaum erwarten.
Statt ihren geliebten Süßigkeiten kommt bei unserer Bloggerin Pia Rolfs derzeit nur Gesundes auf den Tisch. (Foto: Archiv) Statt ihren geliebten Süßigkeiten kommt bei unserer Bloggerin Pia Rolfs derzeit nur Gesundes auf den Tisch. (Foto: Archiv)
Ich will immer nur das Eine: Süßigkeiten. Na gut, das trifft nicht immer zu. Aber seit Jahresbeginn  etwa 24 Stunden am Tag. Denn für mich ist es die Zeit des  Januar-Fastens.

Dieser Begriff stimmt eigentlich nicht. Es handelt sich nämlich nicht um Verzicht aus religiösen Motiven. Nein, seit Jahren verzichte ich im Januar unter anderem auf Alkohol, Süßigkeiten, Brot – und nun auch auf Fleisch. Damit der Körper nach der Weihnachtsvöllerei eine Auszeit hat. In Großbritannien ist das als „Dry January“ bekannt, bezieht sich aber nur auf die Alkoholabstinenz. Das britische Wetter jedenfalls kann nicht gemeint sein.

Ähnlich wie beim Fasten will ich mir nun auch meiner Gewohnheiten und Abhängigkeit bewusst werden.  Und das ist glücklicherweise sehr einfach. Denn ich vermisse weder Fleisch noch Brot noch Alkohol – sondern NUR SÜSSES. Meine Ernährung fußt normalerweise auf der Nahrungspyramide Kuchen (süße Kohlenhydrate), Schokolade (süßes Fett) und Kakao (süßes Eiweiß). Nun aber stehen ungesüßter Joghurt, Obst und Gemüse auf dem Plan, Datteln als einziges Dessert. Mein Körper ist fassungslos. Meine Seele läuft Amok. Meine Sinne sind geschärft.

Ich ertappe mich dabei, wie ich bei jedem Knistern eines Staniolpapiers hochblicke.  Hat der Kollege vielleicht einen Schokoriegel dabei? Missgünstig verfolge ich seinen kleinen Imbiss. Sehr schnell gehen mir alle auf den Keks, den ich nicht essen darf. Ich bekomme Pickel vom Obst, die ich nach dem Schokoladenessen niemals hatte. Und nachts träume ich von Pralinen, erinnere mich plötzlich glasklar an jede einzelne Leckerei meines Adventskalenders. Dabei ist der Januar  noch nicht mal zur Hälfte um!

Immerhin: Die vergangenen Jahre habe ich trotzdem immer durchgehalten, war hinterher dann sinnlos stolz auf mich. Aber ich weiß: Mein Körper wird sich an mir rächen. Und diese Rache ist süß.

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