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Auszeit-Blog

Von Wenn eine Serie endet, ist das ein bisschen wie Sterben. Zum Beispiel "Breaking Bad".
Bryan Cranston als Walter White in einer Szene der Serie "Breaking Bad". Da fällt loslassen gar nicht so leicht... (Foto: Archiv) Bryan Cranston als Walter White in einer Szene der Serie "Breaking Bad". Da fällt loslassen gar nicht so leicht... (Foto: Archiv)
„Abschied ist ein bisschen wie Sterben“, sang einst Katja Ebstein. Dabei meinte sie vermutlich, ohne es selbst zu wissen, das Finale einer Fernsehserie. Denn damit stirbt immer eine ganze Welt.

Wertvolle Jahre meines Lebens sind untrennbar verbunden mit „Dallas“, „Twin Peaks“ oder „Monk“. Und kürzlich erst musste ich Abschied von Walter White nehmen, dem Chemielehrer mit der nicht genehmigten Weiterbildung zum Drogenboss. Gemeinsam mit anderen Seriensüchtigen sah ich über den Jahreswechsel  das Finale von „Breaking Bad“. So emotional aufgewühlt begann 2014.
 
Ein paar Tage Abstand  mussten sein, so schnell konnte ich Walter nicht loslassen. Die sechste Staffel der Serie „Mad Men“ half mir über die schlimmsten Entzugserscheinungen hinweg. War das aber eine echte Trauerphase? Vermutlich nicht.
 
Denn danach entstand eine noch schmerzlichere Lücke. Eine, die nur das „Dschungelcamp“ füllen konnte. Abend für Abend klebte ich am Bildschirm, erholte ich mich bei der unterhaltsamen Show von den Ekelprüfungen des Alltags. Jetzt  ist auch das vorbei.  Mein Rest-Verstand sagt mir: Ich muss eine Auszeit einlegen und die nächste Staffel meines Lebens ohne Fernsehserie verbringen. Aber wie?
 
Eine Re-Integration ins soziale Leben scheint nicht mehr ohne Weiteres möglich. Reale Treffen lassen sich zeitlich nicht so minutengenau  einplanen wie Serien. Vorher kann ich nicht noch mal schnell die Zusammenfassung sehen („Was bisher geschah“). Aus dem Freundes- oder Kollegenkreis darf ich niemanden rauswählen, und beim Abschied fehlt oft der Cliffhanger.
 
Werde ich also die Serien-Pause durchhalten? Kann es mein Leben mit den TV-Serien aufnehmen? Muss jemand rausgeschrieben werden? Vielleicht sogar ich selbst? Oder steht vielleicht eines Morgens jemand unter der Dusche, den ich längst für tot gehalten habe? All das erfahren sie in vier Wochen bei „Auszeit – Meine Versuche, mich zu erholen.“ Bleiben Sie dran.

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