Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Auszeit-Blog

Von
Wenn Sie diese Zeilen lesen, hat es mich erwischt. Ein Fieber hat mich befallen, deswegen habe ich mich von den Gesunden isoliert, bin nach Kopenhagen gereist und lebe vorübergehend nur noch in der Welt des Eurovision Song Contest (ESC). Aber Sie müssen sich nicht um mich sorgen. Gleich werden Sie wissen, warum.
 
Schon Wochen vor dem heutigen Finale begann der erste Schub des ESC-Fiebers. Es ist eine saisonale Erkrankung, die Symptome sind eindeutig: Scheinbar anlasslos breitet sich gute Laune aus, der Alltag gerät in den Hintergrund. Ohrwürmer von früheren Hits setzen sich in meinen Gehörgängen fest, plötzlich summe ich „Satellite“ oder „Hold me now“. Und das, obwohl ich sonst nur Fan der Musikrichtung „Stille“ bin.

 
Conchita Wurst Hype um Wurst: Beim Barte des Barden

Unsere Reporterin Pia Rolfs war live bei der Krönung der ESC-Königin Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest in Kopenhagen dabei. Lesen Sie ihren Bericht zu einem bunten Abend von durchaus gesellschaftlicher Relevanz.

clearing


Parallel dazu sinkt die akustische Schmerzgrenze: Beim Hören der ESC-Songs merke ich zwar noch, dass einiges seltsam oder schief klingt. Aber es stört mich nicht und steigert sogar meine gute Laune. Der Song Contest ist schließlich eine Erholung von dem, was man „Musikgeschmack“ nennt. Für mich ist er auch eine Pause vom Erwachsensein. Da ich den Wettbewerb schon seit  1983 sehe, ist er für mich unauflösbar mit meiner Jugend verknüpft.  An dieses wunderbare Gefühl, ein Teil von Europa zu sein. Das geht heute im allgegenwärtigen Gemecker über die EU leider viel zu oft unter.
 
Das ESC-Fieber befällt meine nostalgische Ader, weckt Erinnerungen an viele Fernsehabende mit Familie und Freunden, an  Käseigel, Nussecken und seltsame Bowlen. Bin ich seitdem älter geworden? Mag sein. Aber wie sagt das alte Siegerlied von Johnny Logan: „What’s another year“.

Conchita Wursts Sieg treibt deutsche Jury in Defensive

Die Organisatoren des deutschen Grand-Prix-Votums haben die schwache Jury-Bewertung von Conchita Wurst gegen Kritik verteidigt.

clearing


Eine Heilung vom ESC-Fieber gibt es übrigens nicht – auch wenn gerüchteweise die Dauerbeschallung mit Ralph-Siegel-Liedern eine Methode sein könnte. Aber ich will ohnehin nicht genesen. Denn vielleicht leide ich in der Zeit des Song Contest nur an Wahnvorstellungen, die eine Spätfolge des Käseigel-Verzehrs sind.  Aber es fühlt sich an wie Erholung.

Elaiza: «Der ESC sollte wirklich unpolitisch sein»

Der Eurovision Song Contest (ESC) ist Adrenalin pur für die bis vor kurzem völlig unbekannte Frauenband Elaiza.

clearing
Zur Startseite Mehr aus Pia Rolfs - Auszeit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse