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Mein Leben in Schanghai

Was an Schanghai besonders reizvoll ist? Der Gegensatz zwischen Tradition und Moderne...
Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war die Stadt nicht nur chinesisch geprägt, sondern auch ganz entschieden europäischen Einflüssen ausgesetzt. Am Bund, der langen Uferpromenade am Huangpu-Fluss, lassen sich die kolonialen Einflüsse von Briten und Franzosen besonders gut nachvollziehen. Viele der dortigen Gebäude sind im englischen Stil errichtet, so zum Beispiel das "Chartered Bank Building" (Bund Nr.8), welches heute mit der "Bar Rouge" eine der angesagtesten Adressen in Schanghais Nachtleben bereithält.

Gegenüber, auf der anderen Seite des Flusses, befindet sich die Sonderwirtschaftszone Pudong, die mit ihren futuristischen Gebäuden und Wolkenkratzern einen eindrucksvollen Kontrast zur klassischen Architektur des Bund bildet. Vor gerade einmal 20 Jahren befand sich hier nicht viel mehr als Sumpfland, bis die Regierung beschloss, dort das Aushängeschild eines modernen, finanzkräftigen Chinas zu errichten. Heute sind die Wolkenkratzer, darunter der ikonische "Oriental Pearl Tower" und das "Shanghai World Financial Center", aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

Die koloniale Geschichte der Stadt lässt sich auch im französischen Viertel beobachten. Wenn man hier durch die Straßen schlendert, kann man sehr schnell vergessen, dass man sich inmitten einer chinesischen Großstadt befindet. Es gibt zahlreiche Cafés und Restaurants, die zum Verweilen einladen und in denen  allerlei europäische Genüsse angeboten werden.

Im Herzen Schanghais befindet sich der "People’s Square", eine ehemalige Pferderennbahn, die nach der kommunistischen Machtübernahme und der Staatsgründung 1949 in einen Park umgewandelt wurde. Hier befinden sich heute zahlreiche Museen, Regierungsgebäude  und Hotels. Ganz in der Nähe haben sich zahlreiche Shopping-Malls und Designergeschäfte niedergelassen, die vor allem westliche Touristen und reiche Chinesen anlocken.

Von den zahlreichen Umstrukturierungen und Neubauten der vergangenen Jahrzehnte weitgehend unberührt geblieben ist die chinesische Altstadt, in der sich einige klassische Tempel befinden. Hier kann man der Geschichte Schanghais auf einzigartige Art und Weise nachspüren und sich ganz von der chinesischen Kultur beeindrucken lassen. Besondere Erwähnung verdient der "Yu Yuan Garten", der ursprünglich im 16. Jahrhundert von einem hohen chinesischen Beamten angelegt wurde. Inmitten des hektischen Treibens ist er eine Oase der Ruhe, in der man zwischen Pavillons, Teichen mit Goldkarpfen und Teehäusern umherwandern kann.

Schanghai ist also nicht nur aufgrund seiner Größe eine ganz besondere Stadt, sondern auch und vor allem wegen der Verbindung von Tradition und Moderne sowie der Kombination von asiatischen und westlichen Einflüssen.

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Frankfurt, London, Schanghai: Das Projekt Junge Zeitung wird in diesem Jahr international. Auch dank der neuen Blogger, die in den kommenden Monaten von ihren Erfahrungen in fremden Kulturen berichten werden.

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