Politik mit Stil

Beim Wahlkampf spielt die Mode eine ganz besondere Rolle.
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„Harte Zeiten schreien nach einem instinktiven Verlangen nach Authentizität.“
Coco Chanel

 
In Deutschland ist Wahlkampf. In wenigen Wochen entscheidet sich die politische Marschrichtung der kommenden vier Jahre. Die Politiker bemühen sich derzeit ganz besonders um Authentizität und ein gutes Erscheinungsbild. Dabei geht es nicht nur um politische Inhalte.

Welche Rolle spielt dabei die Mode?

Kaum eine Beruf wird öfters mit dunklen Anzügen in Verbindung gebracht als der des Politikers. Dieses Outfit wirkt seriös und zurückhaltend. Es symbolisiert den Verzicht auf exzentrische Kapriolen und soll dem Wähler kommunizieren: „Hier wirst Du ernst genommen!“.
 
In der Praxis eint die Wahl der Anzugfarbe die politische Landschaft der ganzen Republik. Ob schwarz, gelb oder rot... In der Mode vermischen sie sich zu einem nicht mehr differenzierbaren Cluster. Manchmal lässt sich die politische Richtung gerade noch durch die Farbe der Krawatte erahnen. Und selbst die jüngste deutsche Bundespartei, welche die politische Landschaft im Strickpullover eroberte, hat den (dunklen) Anzug mittlerweile für sich entdeckt.
 
Macht verändert Menschen. Wer sich selbst noch nicht mächtig fühlt oder mit dem Anspruch antritt, gar nicht mächtig werden zu wollen, unterscheidet sich auch bewusst durch seine Kleidung vom Establishment. Der ehemalige „Turnschuh“-Minister Joschka Fischer hat seine Jeans längst gegen edle Tücher eingetauscht. Seinem Beispiel sind viele gefolgt, was keineswegs negativ gedeutet werden muss. Wir sollten dies eher als einen Prozess der Reife verstehen. Waren wir nicht alle mal ein wenig Punk oder Hippie?
 
Neue politische Bewegungen versuchen, ihren Marsch durch die Institutionen übrigens meistens eher im legeren Look. Das unterstreicht den gewissen Unterschied. Vor allem in Zeiten ausgeprägter Politikverdrossenheit dokumentiert die modische Ausrichtung diesen Unterschied, den wir den etablierten Parteien manchmal nicht mehr zutrauen. Gut beobachten konnten wir dies am Beispiel der Piraten, die modisch gesehen recht bunt im politischen Fahrwasser geschippert sind.

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