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Rechtzeitig kümmern

Von Wir Frankfurter laufen Gefahr, unsere Identität aufzugeben. Nach dem Theater im Paradieshof: Was verlieren wir als nächstes?
Frankfurt und seine Identität - unser Blogger Thorsten Wszolek macht sich Gedanken. (Symbolbild: dpa) Frankfurt und seine Identität - unser Blogger Thorsten Wszolek macht sich Gedanken. (Symbolbild: dpa)
Natürlich kann man über die Qualität des Volkstheaters "Liesel Christ" der letzten Jahre geteilter Meinung sein. „La Cage Aux Folles“ hat an den Kassen bewiesen, wie uninteressant der Spielplan für den Ticketkäufer oft war. Aber ist das wirklich so einfach? Ist der Frankfurter Opernball einfach nur schlechter geworden? Gab es in der Eulenburg oder in Dauth’s Hinnerkopp nur ungenießbares Essen?

Natürlich nicht! Vielmehr stellt sich die Frage, ob wir Frankfurter mittlerweile Gefahr laufen, unsere Identität aufzugeben. Selbst das von der Stadt die letzten Jahre so hoch gepriesene Projekt „Theater im Paradieshof“ ist dem Rotstift zum Opfer gefallen. Tatsache ist, dass wir Frankfurter gerne die Bereicherungen der Hinzugezogenen in Anspruch nehmen. Wir gehen gerne zum Italiener, zum Thailänder oder zum Mongolen essen, rennen in die Alte Oper, wenn die Stars aus aller Welt kommen, genießen das Fest der Nationen und schleppen selbst privaten Besuch aus den USA mit zu unserem Lieblings-Döner-Imbiss.

Wer soll aber eigentlich unsere lokalen Traditionen hochhalten, wenn nicht wir selber? Es ist kaum zu erwarten, dass muslimische Familien sich in Apfelweinwirtschaften zusammen finden, um Fleischwurst oder gar Rippchen zu essen. Wollen wir wirklich abwarten, bis in Frankfurt wieder ein Stück Tradition verschwindet? Was verlieren wir als nächstes? Den Ebbelwei-Express, dessen Instandhaltung der VGF zu teuer wird? Die Historische Eisenbahn, die mit ihren Dampfloks am Mainufer entlang gondelt?

Wären all die Menschen, die jetzt die Schließung des Volkstheaters mit Krokodilstränen bedauern, regelmäßig in dessen Vorstellungen gegangen, müsste es vermutlich jetzt gar nicht erst schließen! Wir sollten uns also vorher kümmern und nicht erst, wenn es passiert ist…

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