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Niveau

Von Die Frankfurter Fastnacht will raus aus der Schmuddelecke.
Das Foto entstand 2011 beim Laternche und zeigt von links Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger, unseren Blogger Thorsten Wszolek, CCL-Ministerpräsident Norbert Dieter und Journalist Hugo Müller-Vogg. (Foto: Wszolek) Das Foto entstand 2011 beim Laternche und zeigt von links Handwerkskammer-Präsident Bernd Ehinger, unseren Blogger Thorsten Wszolek, CCL-Ministerpräsident Norbert Dieter und Journalist Hugo Müller-Vogg. (Foto: Wszolek)
Die Frankfurter Fastnacht steht vor einem Neuanfang. Gott sei Dank! Nach der Bekanntgabe, der bisherige Präsident des Großen Rates, Klaus Fischer, sei auf Drängen des Präsidiums zurück getreten, ist die Hoffnung groß. Die Hoffnung nämlich, dass durch den positiven Einfluss der beiden Vizepräsidenten Rainer Kreutz und Gerhard Eifler (Der Bäcker Eifler) das Image der Frankfurter Fastnacht ein wenig aus der Schmuddelecke kommt.

Viel zu viele Jahre war das Bild über den Zustand der Frankfurter Fastnacht, das man den lokalen Medien entnehmen konnte, geprägt durch Schlagzeilen wie „Geld fehlt“, „Leere Säle“, „Fastnachter greift bei Arbeitgeber Sparkasse in die Kasse“, „Vorstand abermals nicht entlastet“, etc. Ich persönlich bin seit meiner Kindheit familiär bedingt mit dem Carnevalclub Laternche (kurz CCL genannt) eng verbunden und trete dort auch seit mehreren Jahren mit Vorträgen auf. Ich mache dies aus Überzeugung, weil das Niveau stimmt, der Saal mit je 550 Besuchern sieben Mal AUSVERKAUFT ist, Frankfurter Brauchtum gepflegt wird und – jetzt kommt das Besondere – der CCL seit mehr als 60 Jahren eine Art Facebook der früheren Generation ist.

Nämlich ein Netzwerk. Ein Netzwerk der Frankfurter Bäcker und Konditoren, Metzger und Metzgerinnen, der Innungsmeister des Handwerks und last but not least die selbst kelternden Ebbelwei-Wirte und -Wirtinnen. Klingt doch alles ganz toll? Ja, könnte man annehmen, ist aber nur scheinbar so, denn ich treffe immer wieder Menschen nach meinen Neujahrskonzerten oder Theaterveranstaltungen, die mich entsetzt fragen, warum ich Fastnacht mache. Sie hätten darüber in der Zeitung gelesen und sich gewundert, dass ich „diese“ Bühne auch noch bräuchte.

Ich muss dann immer wieder feststellen, dass ich diese Menschen kaum davon überzeugen kann, wie niveauvoll das Laternche ist und dass wir mit den negativen Schlagzeilen der vergangenen Jahre nichts, aber auch gar nichts zu tun haben. Es ist für uns Außenstehende nicht zu beurteilen, wer die Schuld dafür trägt, ob es lauter unglückliche Einzelfälle sind, die nur aneinander gereiht schlimm wirken, oder ob gar die Berichterstattung der letzten Jahre einfach einseitig und unglücklich war. Aber sei’s drum!

Ich kann nicht sagen, was sich ändern muss, damit es gut wird. Ich weiß nur eines: Es muss sich etwas ändern, wenn es gut werden soll – und dafür sind Rainer Kreutz und Gerhard Eifler, mir seit Jahren liebe Freunde, genau die Richtigen. Ich wünsche Euch beiden die Kraft und auch ein wenig Mut, die Frankfurter Fastnacht wieder zu einem leuchtenden Stern zu machen. Ihr könnt es schaffen, und Ihr müsst es schaffen. Es ist bereits viertel nach zwölf…

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