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Abfahrt

Von Der RMV ist der teuerste Verkehrsverbund in ganz Deutschland.
FNP-Blogger Thorsten Wszolek hat kein Verständnis für die Preisgestaltung des RMV. (Symbolbild: dpa) FNP-Blogger Thorsten Wszolek hat kein Verständnis für die Preisgestaltung des RMV. (Symbolbild: dpa)
„Effektive Umweltpolitik fängt da an, wo den Menschen ein Anreiz geschaffen wird, das Auto stehen zu lassen.“ Über das schlechte Wetter im vergangenen Sommer, den lange verschneiten und vereisten Winter und der komplett ins Wasser gefallene Frühling 2013 wurde zweifelsfrei alles beklagt, alles beweint, und dies soll nun weiß Gott nicht ein Beitrag zum deutschen Wetter werden. Dieses „schlechte“ Wetter hat aber eines verursacht, nämlich dass viele Menschen vom Fahrrad auf Busse und Bahnen umsteigen mussten – so auch ich.

Für gewöhnlich erledige ich nahezu alles in Frankfurt und Umgebung mit dem Fahrrad, ca. 150 Kilometer pro Woche. Durch regelmäßiges Fahren mit dem RMV ist nun in mir die Erkenntnis gereift, dass wir es mit einer völlig unsinnigen Art und Weise zu tun haben, wie die Fahrpreise ermittelt werden. Das geht nämlich nicht nach Distanz, sondern nach Zone. Zonen würden noch Sinn machen, wenn sie den Ausgangsort des Fahrgastes berücksichtigten – also quasi Startpunkt und dann ca. 10 Kilometer in alle Richtungen. Die RMV-Zonen umfassen aber „Innenstadt“ (alle Frankfurter Stadtteile) und „Umland“ in mehreren Ringen mit dem Ergebnis, dass ein Fahrgast von Neu-Isenburg nach Frankfurt (Main) Streesemannallee (ca. 1,5km und 2-3 Minuten Fahrzeit) 4,25 € Fahrpreis zahlt, ein anderer Fahrgast, der aber von Frankfurt (Main) Louisa bis Frankfurt (Main) Nieder-Eschbach (knapp 15 Kilometer und 50 Minuten Fahrzeit) fährt, zahlt 2,60 €.

Diese Vorgehensweise hat zur Folge, dass viele Menschen den RMV als zu teuer empfinden und lieber das Auto nehmen, und es erklärt, warum außerhalb der Rushhour (morgens und abends) die meisten Straßen-, U- und S-Bahnen leer durch die Gegend gondeln und die Parkhäuser (z.B. Hauptwache) voll sind. Eine fairere Preisgestaltung, die vielmehr die Wegstrecke berücksichtigt, die ein Fahrgast zurücklegt, würde meines Erachtens dazu führen, dass doch der ein oder andere das Auto stehen lässt.

Technisch wäre das allemal machbar, dass man erfasst, wo jemand ein- und wieder aussteigt. Herr Feldmann: Klemmen Sie sich dahinter. Wir haben es hier mit einem politischen Gebiet zu tun, dass mehr Menschen und somit Wähler betrifft, als man annehmen mag …

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