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Eschte Hesse

Von Wir Hessen sind in Wirklichkeit Franken - und sprechen fränkisch!
Stefanie Wszolek, Horst Becker und Thorsten Wszolek im Mundartstück "Das Mädchen aus dem Fahrstuhl" (2011). (Quelle: Wszolek) Stefanie Wszolek, Horst Becker und Thorsten Wszolek im Mundartstück "Das Mädchen aus dem Fahrstuhl" (2011). (Quelle: Wszolek)
Gerade wir Frankfurter sehen in uns immer den Mittelpunkt Hessens. Wir sprechen das schönste „Hessisch“, wir deklarieren unsere Mundart-Bühnen als „Hessisch“, und wir essen in Sachsenhausen, Bernem und Seckbach „hessische“ Küche.
 
Aber warum sprechen Heinz Schenk und Margit Sponheimer so wie wir? Die sind doch aus Mainz – also Rheinland-Pfälzer. Warum spricht Urban Priol so wie wir? Der ist doch aus Aschaffenburg – also Bayer. Warum glauben die Hamburger, die Berliner oder die Münchner, dass man von der Mosel bis nach Aschaffenburg Hessisch spricht?
 
Easy! – Weil wir alle Franken sind, und wir sprechen alle fränkischen Dialekt. Sagt es nicht schon der Name „Frankfurt“? Eigentlich könnte man selber darauf kommen. Aber wollen wir das?
 
Geschichtlich gesehen sind wir sogar einmal der Mittelpunkt der „Franken“ gewesen. In der Trierer Gegend und im Hunsrück spricht man Mosel-Fränkisch, in der Gegend um Mainz Rhein-Fränkisch, in und um Frankfurt am Main spricht man Main-Fränkisch und in Aschaffenburg Unter-Fränkisch.
 
Und was ist dann eigentlich mit dem heutigen Franken in Bayern? Die sprechen doch ganz anders – etwa so wie der ehem. Bayerische Innenminister Günther Beckstein. Tja, ich denke, die heutigen Franken müssen sich mehr ärgern, keine echten Franken zu sein, als wir uns ärgern müssen, kein Hessisch zu sprechen. Das heutige Franken ist nämlich eigentlich „nur“ Kolonial-Franken. Eine Kolonie von uns. Na, da ist doch mal was.
 
Übrigens ein kleiner Trost: Als Heinz Schenk geboren wurde, war Mainz noch Hessisch, und Margit Sponheimer ist sogar in Frankfurt am Main geboren, aber firmiert heute als „Meenzer Mädsche“.
 
Un wisst Ihr, was isch spresch? – Des iss orschinal Bernemer-Platt! Also escht Frankforterisch. So geht’s nämlisch aach!

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