So ein Theater!

Heute im Hessenblog: Sommerliche Frankfurt-Tour zum Abkühlen. Prost!
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Wir sind schon ein komisches Völkchen. Ist es kalt, haben wir Dauerregen, Schnee oder Eis, dann beklagen wir die mangelnde Wärme, die mangelnde Sonne. Kaum ist sie über vier Wochen da, passt es uns auch nicht. Als Frankfurter haben wir aber allen anderen Menschen Deutschlands einen unbeschreiblichen Vorteil: Die zahlreichen Apfelwein-Wirtschaften über die ganze Stadt verteilt. Nicht nur in Sachsenhausen.
 
Diese Blog soll der Ratgeber für alle diejenigen sein, die bei dem aktuellen Wetter nicht arbeiten können und denen es in der Wohnung zu heiß ist. Holen Sie Ihr Fahrrad aus dem Keller und radeln Sie auf den Lohrberg, wo Sie in der Lohrberg Schänke Ihren ersten wohl verdienten Schobbe zu sich nehmen. Nicht übertreiben! Wir haben noch viel vor. Dann fahren Sie Richtung Seckbach hinunter und kehren im Rad ein, wo Sie ein bis zwei weitere Sauergespritze trinken. Nun macht Ihnen die Hitze schon nicht mehr so viel aus, und die gute Laune beginnt zu steigen.
 
Nun radeln Sie unter der A661 durch und schieben Ihr Fahrrad dann rauf nach Bornheim (zu steil zum Fahren). Hier treten Sie dann wieder in die Pedale die Bergerstraße abwärts und kehren in der Sonne für einen weiteren Schobbe ein. In der Sonne trinken Sie auch den ersten Calvados. Nicht weit davon entfernt machen Sie einen Einkehrschwung beim Solzer, wo Sie neben zwei Sauergespritzten und zwei Mispelchen einen Handkäs mit Musik (zum Grundieren) zu sich nehmen.
 
Kurze Zeit später befinden Sie sich wieder auf Ihrem Rad Richtung Ostend und besuchen die Schöne Müllerin. Sie haben sich vorgenommen, ein wenig langsam zu machen und trinken nur einen Tief-Gespritzten.

Jetzt stehen Sie vor der ersten Zerreißprobe – wenn Sie männlich sind. Auf dem Weg nach Altsachsenhausen kommen Sie über die Flößerbrücke und haben das Sudfass linker Hand. Seien Sie stark und radeln weiter. Im Lorsbacher Thal wartet ein guter Ebbelwoi und zwei Calvados mit Mispelchen, die Sie sich nun auch verdient haben.
 
Auf der Rückseite des Lorsbacher Thals machen Sie einen kurzen Schlenker zum Klaane Sachsehäuser. Was Sie hier ab hier an Mengen trinken, verliert zunehmend an Wichtigkeit. Sie verlieren den Überblick. Ist aber völlig egal.
 
Wenige Minuten darauf folgend finden Sie sich beim Atschel wieder, von wo aus Sie direkt ins Fichte Kränzje einkehren. Unbemerkt nehmen Sie Ihr Ebbelwoi-Glas mit und schieben Ihr Fahrrad zum Kanone Steppel, wo Sie gleich wieder rausfliegen, weil Sie nichts essen wollen.
 
Sie drücken Ihr Fahrrad weiter zur Germania und bestellen einen Vierer-Bembel, den Sie aber nur antrinken, weil Sie auf Ihr Fahrrad gestützt zum Wagner auf der Schweizer Straße wanken. Hier nehmen Sie zwei Stehschoppen und einen Calvados, den Sie allerdings zur Hälfte verschütten. Sie geben dem Kellner dafür die Schuld. Ein Wort ergibt das andere. Sie fliegen raus, vergessen Ihr Fahrrad im Hof und torkeln wenige Meter nach rechts direkt ins Gemalte Haus. Es ist kurz vor Mitternacht, und man gibt Ihnen nur noch einen Rollschoppen und einen Calvados.
 
An Ihr Fahrrad denken Sie nicht mehr und lassen sich ins Taxi setzen, das Sie nach Hause fährt. Der Fahrer irrt 35 Minuten durch Frankfurt, bis Sie ihm Ihre Adresse klar und deutlich nennen können.
 
Es wird die erste Nacht sein, in der Sie trotz enormer Schwüle wie ein Stein durchschlafen können. Auch der nächste Tag wird abenteuerlich, wenn Sie dieselbe Tour noch einmal zu Fuß machen und Ihr Rad suchen, weil ja guter Rad teuer ist…
 
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