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So ein Theater!

Von Heute im Hessenblog: Das ist der langweiligste Wahlkampf aller Zeiten!
Sieger und Verlierer: Bundeskanzler Helmut Kohl (links) begrüßt am Wahlabend des 16.10.1994 den unterlegenen SPD-Kanzlerkandidaten Rudolf Scharping im ARD-Wahlstudio in Bonn. Sieger und Verlierer: Bundeskanzler Helmut Kohl (links) begrüßt am Wahlabend des 16.10.1994 den unterlegenen SPD-Kanzlerkandidaten Rudolf Scharping im ARD-Wahlstudio in Bonn.
Ich kann mich noch recht gut erinnern an die erste Bundestagswahl, bei der ich mitwählen durfte. Es war kurz nach meinem Abitur 1994. Helmut Kohl und Rudolf Scharping traten gegen einander an. Die Wiedervereinigung war bereits vier Jahre im Gange. Überall konnte man spüren: Das wird ein Richtungswahlkampf. Das eine Lager stand hinter der CDU und vor allem hinter Helmut Kohl, der entweder übereifrig oder motivierend schnellstens blühende Landschaften versprochen hatte, das andere hinter der SPD, deren damaliger Top-Mann Oskar Lafonataine von Anfang an auf die Bremse trat, anmerkte, dass das alles viel länger dauere und vor allem teurer würde. Da dieser bereits 1990 die Wahl gegen Helmut Kohl verloren hatte, sollte es Rudolf Scharping nun richten. Kohl war immerhin bereits drei Legislaturperioden im Amt.

Eigentlich alles Schnee von gestern, aber da war noch was los! Nun haben wir wieder Wahlkampf, oder etwa doch nicht? Ich erlaube mir die Bemerkung, dass wir den langweiligsten Wahlkampf aller Zeiten haben. Worum geht es eigentlich? Um eine Drohne, die unter Rot-Grün bestellt und nun unter Schwarz-Gelb gecancelt wurde? Um einen sogenannten Abhör-Skandal, der keiner ist? Es interessiert die Bevölkerung wenig, wer mitliest, wenn man sich per E-Mail des Abends zum Ebbelwoi auf die Berger Straße verabredet. Gerne können die Geheimdienste auch erfahren, wenn ich einem Bekannten die Info maile, dass man bei Groupon derzeit Rebstockbad-Gutscheine zum halben Preis bekommt.

Und um was geht’s noch? Ja, um was eigentlich? Es ist dieses Mal wirklich schwer. Das Fazit ist: Was geht es uns doch so gut! Schauen Sie ganztags durch die Scheiben der Café-Ketten wie Starbucks oder Lavazza? Alle Plätze voll! Versuchen Sie beim Apfelwein Solzer, im Gemalten Haus, im Rad oder beim Wagner mit vier Personen unangemeldet einen Tisch zu bekommen? Nahezu unmöglich! Die Einkaufscenter sind überfüllt.

Hoffentlich sind es die Wahlkabinen auch...

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