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Urlaub beim Dreh

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Dass man an berühmten Filmdrehorten Urlaub macht, ist ja eigentlich nichts Besonderes: Bei jedem Städteurlaub latscht man, ob man will oder nicht, quasi durch die Kulissen ungezählter Filme. Und wer ein Faible für Naturschönheiten hat, muss sich im Klaren sein, dass neben den Touri-Massen auch schon massenhaft Filmemacher vor ihm/ihr da waren. Die Kambodschaner sind sogar so stolz darauf, dass LARA CROFT: TOMB RAIDER (US/DE/GB/JP 2001, R: Simon West) teilweise bei ihnen gedreht wurde, dass man in Angkor Wat von einigen Führern vor allem das erzählt bekommt – als sei das viel wichtiger als die Geschichte der mehr als tausend Jahre alten Tempelanlage im kambodschanischen Dschungel. Manche Menschen richten sogar ihren Urlaub danach aus, Filmdrehorte abzuklappern. Sie nennen sich Setjetter, reisen von Sight zu Sight (Eilean Donan Castle – HIGHLANDER (Highlander – Es kann nur einen geben, US/GB 1986, R: Russell Mulcahy), JAMES BOND  – THE WORLD IS NOT ENOUGH (James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug GB/US 1999, R: Michael Apted); Bodega Bay – THE BIRDS (Die Vögel, US 1963, R: Alfred Hitchcock – ein sogenanntes Matte Painting der Bodega Bay aus dem Film ist übrigens im Deutschen Filmmuseum zu sehen); Walchensee (WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER; DE 2009, R: Michael Herbig)) und pflegen Internetseiten (www.filmtourismus.de).

Es kann aber auch passieren, dass man ganz zufällig über einen Drehort stolpert und es gar nicht merkt. Mir ist das am vergangenen Freitag passiert, als ich die Küste Northumberlands abwanderte, was sich allerdings ohnehin anfühlte wie im Film: Die Landschaft an der Ostküste Nordenglands ist so weit und leer und flach, dass sie wie gemacht ist für Cinemascope. Nur alle paar Stunden taucht einmal eine Burg auf, die als Ankerpunkt am Horizont dient und dem Tag als fernes Ziel eine Struktur gibt. Bamburgh Castle etwa erreichten wir am Freitagnachmittag schon reichlich erschöpft vom langen Laufen mit Gepäck und noch weiteren acht Kilometern vor uns. Das Selfie dokumentiert den Erschöpfungszustand der Fotografin, musste aber trotzdem sein. 

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Kaum aus dem Kurzurlaub zurück, ruft die Arbeit wieder. Es gilt einen Kurzauftritt des Filmmuseums in der Kinderkanalsendung „Timster“ zu sichten, der übrigens ganz schön geworden ist und tolle Einblicke in die aktuelle Ausstellung Die Kunst von Aardman gibt. http://www.kika.de/timster/sendungen/sendung93366.html

Und was ist da im Anschluss an den Beitrag über das Filmmuseum zu sehen? Bamburgh Castle, das nämlich im neuen Spielberg-Film THE BFG (BFG – BIG FRIENDLY GIANT, US/GB/CA 2016) einen kurzen Gastauftritt hat, allerdings von der Nordseite, und nicht (wie auf dem Selfie) von der Südseite aufgenommen.

Ob sich der Film lohnt? Keine Ahnung, er ist ja gerade erst angelaufen, ich hatte noch keine Gelegenheit, ihn zu sehen, empfehle aber dringend den Besuch der Küste von Northumberland. Auch, weil die Briten einfach umwerfend sind. Das macht auch mein Lieblingsdetail aus der Aardman-Ausstellung deutlich, ein winziges Schild an der Rückseite der Vitrine der Abbey-Road-Szene aus dem Film SHAUN THE SHEEP MOVIE (Shaun das Schaf – Der Film, GB 2015, R: Mark Burton, Richard Starzak):

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